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Die Religion des Veda c9.s2.69.3

Die Religion des Veda c9.s2.69.3

Language
German

c9.s2.69.3

dort weht ein unheimlicher Geruch und grausiges Getön ist zu hören³). Er merkt, daß er in der Nähe der Leute aus Yamas Reich ist, und unter einem mächtigen Nyagrodhabaum naht ihm ein Mann von götterähnlichem Aussehen, schön geschmückt, der sich ihm als Gespenst (*preta*) zu erkennen gibt und ihm von dem bösen Lebenswandel, den er geführt hat, erzählt⁴). Andere Gespenster zeigen sich am Ufer des Ganges, auf einem Zuckerfeld, auf einem Kothaufen, vor der Stadt Vesālī¹). Sie sind nicht unabänderlich an den Ort gebannt, an dem sie erscheinen. Der Gatte lädt seine Gattin, die ihm als Gespenst begegnet, ein nach Hause zu kommen und ihre Kinder zu sehen²). Ein anderes Gespenst geht in die Königsstadt Rājagṛha zum König, um ihm anzuzeigen, wie es erlöst werden kann³). Wenn Freunde und Verwandte dem Gespenst Nahrung spenden, lebt dieses davon; ist es gerade nicht zugegen, nähren sich davon andere befreundete oder verwandte Gespenster; daß solche überhaupt nicht anwesend sein sollten, ist ausgeschlossen⁴). Ein merkwürdiges Textstück⁵) beschreibt, wie die menschlichen Wohnungen von den Gespenstern der verstorbenen Familienglieder umschwärmt werden: „Hinter den Wänden stehen sie, an Grenzen und Kreuzwegen; an den Türpfosten stehen sie; zu ihrem Haus kehren sie zurück; — wer ein mitleidiges Herz hat, gibt ihnen Speise und Trank; dem wünschen die Gespenster langes Leben.“ „Bei ihnen gibt es ja keinen Ackerbau, und Herden werden dort nicht gehütet;