Die Religion des Veda c9.s3.21
Die Religion des Veda c9.s3.21
- Language
- German
c9.s3.21
² Atharvaveda XVIII, 2, 28; Kauśika Sūtra 87, 30. — Auch das Vergraben irgendwelcher Zauberobjekte auf Leichenstätten als Mittel einem Feind zu schaden (Av. V, 31, 8; X, 1, 18) kann auf die Vorstellung hinweisen, daß die dort hausenden Seelen — freilich galten solche Orte ja auch als Sammelplatz anderer unheimlicher Dämonen — jenem Böses tun werden. — Von eigentlichem Leichenzauber (vgl. z. B. Monier Williams, *Brahmanism and Hinduism*³ 254) kenne ich in der älteren Literatur so gut wie keine Spuren. Für verwandt damit wird es aber gelten können, wenn man, um die zum Weglaufen neigende Gattin oder Dienerin festzuhalten, ihr Körner. die beim Totenopfer ausgestreut waren, zu essen gibt (Kauś. Sūtra 89, 10). Weiter sei auf Jātaka vol. I S. 456 verwiesen. Daß auch ein Kult, wie ihn die Buddhisten den körperlichen Reliquien ihres Meisters und anderer Heiliger widmeten, hierhergehörige Elemente enthält, versteht sich von selbst.
Cites (3)
- Jātakatthavaṇṇanā — Pāli
- Atharvavedasaṃhitā — Atharvan & Aṅgiras, Sanskrit
- Kauśikasūtra — Kauśika, Sanskrit