Pramāṇa · Search · About · API

Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s3.22.2

Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s3.22.2

Language
German

c3.s3.22.2

und andere wieder wissen von 28 Nakṣatras, die ebenfalls in Klassen von verschiedenem Umfang zerfallen: so z. B. die Sūryaprajñapti. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass die Anerkennung eines 28. Nakṣatra damit zusammenhängt, dass der Überschuss des siderischen Monats über 27 Tage nun bestimmt realisirt wurde; und die Details wurden jedenfalls in Verbindung mit der Lehre vom fünfjährigen Yuga ausgearbeitet, aus welchem der Betrag dieses Überschusses genau abgeleitet werden kann. Dass einzelne Werke wie das Jyo. Ve. trotzdem nur von 27 Nakṣatras sprechen, ist kaum daraus zu erklären, dass ihnen die Reihe von 28 Gliedern unbekannt war, sondern einfach aus dem Wunsche, die Rechnungen zu vereinfachen. So wendet ja auch schliesslich die spätere astronomische und astrologische Litteratur im ganzen nur die 27gliedrige Reihe an. Von Interesse in dieser Hinsicht sind Stellen in Bhāskarācāryas Siddhānta-Śiromaṇi und Brahmaguptas Sphuṭa-Siddhānta, welche beide Systeme erwähnen und das 28teilige als das genauere bezeichnen, welches von den Ṛṣis, Vasiṣṭha, Garga u. a., gelehrt worden sei (die uns bekannten Fragmente Gargas beziehen sich nur auf das 27teilige System). Der Vorteil des 28teiligen Systems ist, dass von den 27 gewöhnlichen Nakṣatras angenommen werden kann, dass sie durchschnittlich mit dem Monde je eine natürliche Tag-Nacht in Verbindung bleiben, während der Überschuss des siderischen Monates über 27 Tage der Verbindung des Mondes mit Abhijit zugeteilt wird: so z. B.