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Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.19

Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.19

Language
German

c3.s5.19

§ 30. Dritte Periode. — Charakter der späteren Werke. — Von den fünf grundlegenden Siddhāntas ist, wie erwähnt, nur einer erhalten, und auch dieser nur in modifizierter Gestalt. Auch scheint es, dass nur dieser eine, der S. S., von wesentlichem Einfluss auf die weitere Entwicklung der indischen Astronomie war. Der Paitāmaha-Si. stellte ein völlig veraltetes System dar; und auch der Vāsiṣṭha-Si. war viel zu primitiv, um sich in einflussgebender Stellung zu behaupten. Die charakteristischen Züge des Romaka, besonders sein tropisches Jahr, erscheinen in keinem der späteren Werke. Und derjenige Pauliśa, der später so viel erwähnt wird, der dem Albērūnī z. B. als eines der massgebenden indischen astronomischen Werke vorlag, war in keiner Weise der ursprüngliche, sondern ein gänzlich umgearbeitetes und dadurch dem S. S. nahe gebrachtes Werk. Das Umarbeiten älterer Werke, um sie den vorgerückteren Ideen der Zeit gerecht zu machen, scheint überhaupt zur Zeit Āryabhaṭas und späterhin beliebt gewesen zu sein; wir haben das direkte Zeugnis Brahmaguptas betreffs solcher Umarbeitungen des Romaka- und des Vāsiṣṭha-Siddhānta. Alle diese Umarbeitungen scheinen das Resultat gehabt zu haben, dass die Züge, in denen ältere Siddhāntas sich charakteristisch vom S. S. unterschieden, sich verwischten, und diese Werke so dem S. S. ähnlicher wurden.

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