Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.23
Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.23
- Language
- German
c3.s5.23
An einer umfassenden Behandlung der Unterschiede der Lehren der späteren Astronomischen Lehrbücher fehlt es noch. Das Thema kann auch im allgemeinen kein anziehendes genannt werden, da man meist kein rechtes Vertrauen haben kann, dass Abänderungen in den astronomischen Elementen auf wirklich kompetenten Beobachtungen beruhen. Letzteres kann, so viel ich sehe, mit Bestimmtheit nur betreffs der mittleren Bewegungen der Himmelskörper angenommen werden, für welche von Zeit zu Zeit — bīja genannte — Verbesserungen ermittelt wurden, kraft derer sich die Bestimmungen der mittleren Örter bis auf die Neuzeit so ziemlich im Einklang mit den wirklichen Verhältnissen erhalten haben. Über die Geschichte einiger besonderer astronomischer Lehren haben wir Untersuchungen bei COLEBROOKE, der z. B. die Lehren der wichtigsten Werke über die Dimensionen der Epicyklen zusammenstellt. Eine Reihe von Erörterungen ähnlicher Art finden sich in S. B. DĪKṢITS Werk, wo nach Erledigung der eigentlichen Geschichte der Astronomie die Hauptmaterien des astronomischen Systems einzeln behandelt werden. Von besonderem Interesse ist die Behandlung, die S. B. DĪKṢIT der Lehre der Präcession der Äquinoctien, einem überdies schon von COLEBROOKE (»On the Notions of the Hindu Astronomers, concerning the Precession of the Equinoxes etc.« As. Res. Vol. XII) erörterten Stoffe, zu Teil werden lässt. Wie schon oben bemerkt, ist die Annahme einer Liberation der Äquinoctien zwischen bestimmten Grenzen die vorherrschende geblieben; daneben findet sich aber auch die Lehre von vollständigen Umläufen.