Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.40.2
Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.40.2
- Language
- German
c3.s5.40.2
es dies, wie schon erwähnt, eine unserer Hauptquellen für die frühere Periode der wissenschaftlichen indischen Astronomie. Eine Neuerung gegen die uns schon bekannten Werke sind ferner die der Auflösung von astronomischen Problemen gewidmeten Kapitel. Das System Brahmaguptas unterscheidet sich nicht wesentlich von dem uns dem Sūrya-Siddhānta bekannten. Es hat allerdings viele einzelne Eigentümlichkeiten; in den meisten derselben schliesst sich Bhāskarācārya in seinem Siddhānta-Siromaṇi an Brahmagupta an. Hier mögen erwähnt werden der Umstand, dass BrG. die Berechnungen der mittleren Planetenörter etc. vom Anfang des Kalpa an macht, nicht vom Anfang des Yuga oder Kaliyuga, und ferner die auffällige Thatsache, dass er die Präcession der Äquinoctien ableugnet. Dass dies in Indien in einer verhältnismässig so vorgerückten Periode möglich war, wirft ein wenig günstiges Licht auf die Befähigung der indischen Astronomen zu Beobachtungen. Bhāskara hat sich in diesem Punkte nicht an BrG. angeschlossen. Mit der Nichtanerkennung der Präcession hat Ś. B. Dikṣit in scharfsinniger Weise die Thatsache in Verbindung gebracht, dass BrG. für die Länge des Jahres einen Wert angibt, der von dem des S. S. und anderer Werke einigermassen verschieden ist. Die numerischen Constanten des Systems weichen im allgemeinen mehr oder weniger von denen der früheren Werke ab.