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Astronomie, Astrologie und Mathematik c5.6

Astronomie, Astrologie und Mathematik c5.6

Language
German

c5.6

Wir gedenken schliesslich des künstlichen von Āryabhaṭa angewendeten Systems der Zahlenbezeichnung. Āryabhaṭa verwendet die Consonanten des Nāgarī-Alphabets, um selbständige Zeichen für die Zahlen von 1—25 und die Zehner von 30—100 zu erhalten; dadurch, dass diese Consonanten mit verschiedenen Vocalen ausgesprochen werden, multiplicirt sich ihr Wert mit successiven Potenzen von 100 (so bedeutet ga, der dritte Consonant des Alphabets, 3; gi 300; gu 30000 u. s. w.). Dies künstliche System hat viel mehr von sich reden gemacht, als es verdient. Es ist weiter nichts als eine sinnreiche, sonst aber in keiner Weise historisch interessante Erfindung Āryabhaṭas, die es ihm ermöglichte, grosse Zahlen in einer möglichst kleinen Anzahl von Silben auszudrücken: er ist so im Stande, die ganzen numerischen Elemente seines astronomischen Systems in den zehn einleitenden Versen seines Werkes zusammenzufassen. Wie schon erwähnt, setzen Āryabhaṭas Rechenregeln das gewöhnliche decimale System voraus.