Astronomie, Astrologie und Mathematik c5.5
Astronomie, Astrologie und Mathematik c5.5
- Language
- German
c5.5
Erwähnt muss hier ferner werden die ebenfalls schon von BÜHLER (S. 80 ff.) behandelte Methode der symbolischen Bezeichnung von Zahlen durch die Namen solcher Dinge, die entweder in Wirklichkeit oder nach der Theorie der Inder in bestimmten numerischen Gruppen vorkommen: so wird z. B. das Wort »Auge« für »zwei« gebraucht und das Wort ṛtu »Jahreszeit« für »sechs«. Spuren dieses Gebrauches finden sich schon in den Sūtras; das ausgebildete System dient dem Zwecke, irgend welche Zahlen so auszudrücken, dass sie in metrische Werke eingerückt werden können, ohne das Metrum zu stören. Es wird dies möglich durch die vielfachen Synonyme, welche die Sanskritsprache für die meisten Wörter darbietet. Ein weiterer Vorteil dieser Bezeichnungsweise ist, dass sie grosse Zahlen sicherer stellt als die gewöhnlichen Ziffern, von denen leicht einige ausgelassen oder verschrieben werden können.