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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c10.2

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c10.2

Language
German

c10.2

B. Wortgruppierung. — Neben der noch jetzt meist üblichen Methode die Wörter bis zum Ende einer Zeile, eines Verses, Halbverses, oder Abschnittes continuierlich zu schreiben, finden sich schon in den A. Ed. Beispiele von Abtrennungen einzelner Wörter oder von Wortgruppen⁴, welche dem Sinne oder der Recitationsweise nach zusammen gehören. Ähnliche Gruppierungen kommen auch in einigen prosaischen Kṣatrapa- und Andhra-Inschriften von Nasik vor, vgl. Nr. 5, 11 A—B, 13. In den sorgfältig geschriebenen metrischen Inschriften der späteren Zeit folgt mitunter ein grösserer Zwischenraum am Ende der Pāda oder der Halbverse⁵ und die Zeilen enthalten oft je einen Halbvers oder Vers⁶. In den ältesten Handschriften, wie dem Bower-MS. kommen Abtrennungen einzelner Wörter oder Wortgruppen häufig und in anscheinend sehr unregelmässiger Weise vor. Das Maṅgala, besonders *siddham*, steht oft am Rande für sich⁷.

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