Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s3.3
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s3.3
- Language
- German
c33.s3.3
Unter *dhūma* Rauch oder *dhūmapāna* Rauchtrinken sind Inhalationen in die Nase oder den Mund zu verstehen. Nach C. werden die zu verwendenden Arzneistoffe pulverisirt und zu einem Teig zusammengeknetet, der über einen Rohrhalm geklebt wird. Wenn der Teig trocken ist, zieht man den Halm heraus, steckt die so entstandene Teigröhre in ein Rohr von Metall, Holz oder Elfenbein, zündet sie an und steckt das andere Ende des Rohres in den Mund oder die Nase. Nach Su. gibt es 5 Arten von *dhūma*. Nach A. ist *dhūma* bei Kopf- und Halsleiden indicirt, auch um der Entstehung solcher Leiden vorzubeugen, nach C. Su. S. auch bei Schlafsucht, Mattigkeit, Bleichsucht, Vergiftungen, Blutungen, Tollheit u. a. (C. 1, 5, 10ff.; Su. 4, 40; S. 1, 30; A. 1, 21; Vṛ. 77). Locale Anwendung von Rauch durch Röhren bei Geschwüren, Hautkrankheiten u. dgl. heisst *dhūpana* Räucherung.
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