Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s1.2
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s1.2
- Language
- German
c36.s1.2
Die späteren medicinischen Werke schreiben die gewöhnlichen Kinderkrankheiten (*bālaroga*, *bālāmaya*) gerne dem Einfluss der Muttermilch zu. So wird ausser den in § 43 erwähnten Säuglingskrankheiten die nachteilige Einwirkung der Muttermilch auch nach dem Princip der drei Grundsäfte eingeteilt. Eine Entzündung der Augenlider (*kukūṇaka*, »Bindehaut-Eiterung der Neugeborenen« Hirschberg), wobei das Auge juckt und häufig thränt und das Kind die Stirne, die Augenränder und die Nase reibt, nicht in die Sonne sehen kann, auch die Augenlider nicht zu öffnen vermag, rührt ebenfalls von verdorbener Milch her. Wenn ein Kind die Milch einer schwangeren Mutter trinkt, so leidet es an Husten, Verdauungsschwäche, Erbrechen, Mattigkeit, Abmagerung, Übelkeit, Schwindel, Anschwellung der Eingeweide; dies nennt man *pārigarbhika* oder *paribhava* (M. 425; S. 2, 1, 173; V. 889).
Linked texts (2)
- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit
- Mādhavanidāna (Rugviniścaya) — Mādhavakara, Sanskrit