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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s7.8

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s7.8

Language
German

c36.s7.8

Einen Schwindsüchtigen, der mit den elf Symptomen (s. o.) behaftet ist oder die sechs: Husten, Durchfall, Seitenschmerzen, Heiserkeit, Appetitlosigkeit und Fieber, oder die drei: Fieber, Husten und Blutsturz hat, soll ein nach Ruhm strebender Arzt nicht behandeln. Dagegen soll der Arzt einen starken Patienten, der gute Verdauung hat, nicht mager und noch nicht lange krank ist, behandeln; nach einem Jahre kann das Leiden nur noch gelindert werden (Su. M.). Von den zahlreichen Mitteln gegen Auszehrung erwähne ich nur das altehrwürdige Recept Cyavanaprāśa (B. 2, 188—200 = C. 6, 1, 25 == Vṛ. 10, 29—42 == Cđ. 101), »die Speise des Cyavana«, die diesen greisen Seher einst verjüngt haben soll; es besteht aus einer Abkochung von Butter und Melasse mit den verschiedensten Arzneistoffen. Purgir-, Brechmittel u. dgl. eignen sich nur für einen kräftigen Patienten, bei einem abgezehrten Kranken würden sie wie Gift wirken. Man muss auch auf das Gemüt des Kranken einwirken durch Wohlgerüche, Musik, freundliche Reden, Verkehr mit geliebten Freunden und Frauen u. dgl. (C. 2, 6; 6, 8; Su. 6, 41; S. 3, 5; 4, 7; A. 3, 5; 4, 5; M. 111—20; Vṛ. 10).

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