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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s2: § 67. Die »leichteren Krankheiten« (kṣudraroga)

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s2

Language
German

Contents

§ 67. Die »leichteren Krankheiten« (kṣudraroga)

c37.s2.1

— Diese ursprünglich auch die Pocken umfassende Gruppe von Krankheiten, auf die schon in B. angespielt wird (1, 100, vgl. 2, 86) besteht wesentlich aus verschiedenen Affectionen der Haut, in S. A. 36, bei Su. 44, in M., wo die Pocken davon getrennt und als eine selbständige Krankheit behandelt werden (§ 66), 43, bei Ś. 60. Die nachstehende Aufzählung beruht auf M., die Bedeutungen sind meist im Anschluss an DUTT, Nidāna 193 f. gegeben: 1. *ajagallikā*, Warzen bei Kindern. 2. *yavaprakhyā*, sehr harte Knötchen oder Höcker im Fleisch von der Grösse eines Gerstenkorns. 3. *antrālajī* (*andhālajī* Su.), ein festes, rundes Geschwür (Abscess) mit wenig Eiter. 4. *vivṛtā*, runde, wie reife Feigen aussehende Geschwüre. 5. *kacchapikā*, skrophulöse Drüsenanschwellungen. 6. *valmīka* (»Ameisenhaufen«), langsam anschwellende, wie Rotlauf sich ausbreitende Knötchen am Hals, den Händen und Füssen u. s. w. 7. *indraviddhā* (*indravṛddhā*), schleichende Flechte, Herpes. 8. *gardabhikā*, runde, schmerzende Beulen oder Bläschen (»lichen circumscriptus« DUTT). 9. *pāṣāṇagardabha*, Mumps, Parotitis. 10. *panasikā*, eine harte, stark schmerzende Beule im Ohr. 11. *jālagardabha*, eine Art Rose, leichte Anschwellung der Haut mit Hitze und Fieber. 12. *irivellikā*, Karbunkel am Kopf. 13. *kakṣā*, ein schmerzhafter Abscess in oder nahe bei der Achselgrube. 14. *gandhamālā* (*gaṇḍamālā*?) ein ebensolcher Abscess in der Haut. 15. *agnirohiṇī*, schmerzhafte, innere Hitze und Fieber hervorrufende, wie loderndes Feuer brennende Beulen in den Achselhöhlen, die nach 7, 10, 12 oder 14 Tagen den Tod herbeiführen (akuter Abscess nach Dutt). 16. *cipya*, Nagelgeschwür, Onychie. 17. *kunakha*, Psoriasis an den Nägeln. 18. *anuśayī*, ein tiefes Geschwür auf dem Fuss. 19. *vidārikā*, knollenförmiger Abscess in der Leistengegend und Achselhöhle. 20. *śarkarārbuda*, ein offenes krebsartiges Geschwür, aus dem eine wie ein Gemisch von Honig, Butter und Fett aussehende Flüssigkeit ausströmt, worauf das Geschwür trocknet und hart wird, darauf plötzlich wieder eine übelriechende, verschiedenfarbige Flüssigkeit nebst Blut austreten lässt. 21. *pādadārī*, vom Gehen aufgesprungene Fusssohlen. 22. *kadara*, eine von Verletzung mit Dornen u. dgl. entstehende Verhärtung am Fuss, Hühnerauge. 23. *alasa*, eine schmerzhafte Geschwulst zwischen den Zehen (»weiches Hühnerauge« Dutt). 24. *indralupta*, Ausfallen der Haare, Kahlköpfigkeit. 25. *daruṇaka*, Kopfgrind (»tinea versicolor of scalp« Dutt). 26. *aruṁṣikā*, Erbgrind, Favus. 27. *palita*, frühzeitiges Ergrauen der Haare. 28. *mukhadūṣikā*, Finne im Gesicht bei jungen Leuten. 29. *padminīkaṇṭaka*, eine Art Flechte. 30. *jatu-maṇi*, haariges Muttermal. 31. *maṣaka*, schwarze Warzen. 32. *tilakālaka*, dunkle Muttermale. 33. *nyaccha*, Leberfleck. 34. *vyaṅga*, braune Flecken im Gesicht. 35. *nīlikā*, schwarze Flecken im Gesicht oder am Körper. 36. *parivartikā*, Verengerung der Vorhaut, Phimose. 37. *avapāṭikā*, spanischer Kragen, Paraphimose. 38. *niruddhaprakaśa*, Verengerung, Strictur der Harnröhre. 39. *saṁniruddhaguda*, Verengerung des Mastdarms. 40. *ahipūtana*, Erythem oder Wundsein am After bei Kindern. 41. *vṛṣaṇakacchū*, Juckausschlag am Hodensack. 42. *gudabhraṁśa*, Mastdarmvorfall. 43. *śūkaradaṁṣṭraka*, eine Art Rose, Rötung der Haut mit Jucken und Fieber (Su. 2, 13; M. 321—37; S. 6, 36; A. 6, 31; V. 709 ff.; Bh. 2, 4, 63 ff.; vgl. C. 1, 17, 39 ff.).

c37.s2.2

§ 68. Lepra und verwandte Hautkrankheiten. — Unter *kuṣṭha* wird gemeinhin eine sehr gefährliche, die schwersten Entstellungen hervorrufende Hautkrankheit, der sog. schwarze Aussatz (black leprosy), verstanden. Nach den Rechtsbüchern werden Versündigungen des höchsten Grades mit *kuṣṭha* in einer künftigen Existenz gestraft¹, daher ist der *kuṣṭhin* erbunfähig², ausser wenn er Busse gethan hat, um die Sündenschuld zu beseitigen³. In der medicinischen Litteratur scheint jedoch *kuṣṭha* meist eine weitere Bedeutung zu haben, schon in B., wo es Hoernle überall mit »skin diseases« übersetzt. Als Entstehungsursachen werden genannt: schädliche oder nicht zu einander passende Speisen und Getränke (wie z. B. Milch mit Fischen⁴), Unterdrückung des Brechreizes und überhaupt der natürlichen Ausscheidungen,

c37.s2.3

Die Behandlung besteht besonders in der Bestreichung und Einreibung der Haut mit verschiedenen Teigen und Salben, in manchen Fällen, z. B. bei Hühneraugen und dem Abscess *vidārikā*, ist zu einer Operation zu greifen, oder auch zu Ätzmitteln und Ausbrennen der erkrankten Stelle. Fett- und Schwitzmittel, Nasenmittel, Verbände, Aderlässe, Arzneien werden ebenfalls empfohlen. Bei Mastdarmvorfall (*gudabhraṁśa*) soll man den After erwärmen und einölen, hierauf den vorgefallenen Teil wieder zurückschieben und einen Verband mit einem in der Mitte durchlöcherten Leder anlegen; der After ist dann immer wieder zu erwärmen, so dient als Erwärmungsmittel eine Ratte, der man die Eingeweide ausgenommen hat (Su. 4, 20; S. 6, 37; A. 6, 32; V. l. c.; Bh. l. c.).

c37.s2.4.1

körperliche Anstrengungen oder starke Erhitzung nach einer reichlichen Mahlzeit, ein kaltes Bad bei Hitze, Ermüdung oder ängstlicher Erregung, sexueller Verkehr bei Indigestion, Verfehlungen gegen einen Brahmanen oder den geistlichen Lehrer u. a., auch in einer früheren Geburt begangene Sünden. Vorzeichen sind: die Haut sehr glänzend und rauh anzufühlen, starke oder gar keine Schweissabsonderung, Verfärbung, Hitze und Jucken in der Haut, Taubheit einzelner Körperstellen, auffallend starke Schmerzhaftigkeit von Wunden oder Geschwüren, leichte Entstehung und langsame Heilung derselben und Zurückbleiben einer rauhen Stelle auch nach der Heilung, dunkle Färbung des Blutes, Gänsehaut, roter Ausschlag, Schmerzen, Mattigkeit u. a. Gewöhnlich werden 18 Arten von *kuṣṭha* unterschieden und in 7 schwere und 11 leichte Formen eingeteilt, im Einzelnen differiren jedoch die Aufzählungen. Nach M. gibt es folgende schwere Formen: 1. *kapāla*, mit schwarzen oder rötlichen, trockenen, rauhen Flecken wie Scherben (*kapāla*), vielen Schmerzen, sehr gefährlich. 2. *audumbara*: die Flecken oder Beulen sind einer Feige (*uḍumbara*) gleich, mit Schmerzen, Hitze, Röte und Jucken verbunden, die Leibhaare werden braun. 3. *maṇḍala*: die Flecken sind weiss oder rot, hart, feucht, glänzend, kreisrund (*maṇḍala* »Kreis«), schwer heilbar, zusammenhängend. 4. *ṛkṣajihva*: die Flecken sind rauh, am Rande rot, in der Mitte dunkel, schmerzhaft, wie eine Bärenzunge (*ṛkṣajihva*) geformt. 5.

c37.s2.4.2

*puṇḍarīka*: die Flecken sind an den Rändern hellrot, in der Mitte rot, erhaben, gleich einer roten Lotusblüte (*puṇḍarīka*). 6. *sidhma*: die Flecken sind weiss oder kupferfarbig, klein, geben beim Zerreiben Staub, treten zumeist an der Brust auf und gleichen der Blüte der Flaschengurke. Nach DUTT ist Pityriasis, die Kleienflechte mit mehlartigen Schüppchen, gemeint. 7. *kākaṇa*, gleicht in der Farbe dem Samen von *kākaṇantikā* (Abrus precatorius, der in der Mitte schwarz, an den Rändern rot ist), eitert und schmerzt heftig; diese Form ist unheilbar. Während diese sieben schweren Formen wenigstens grösstenteils auf echte Lepra bezogen werden können, gehen die elf leichten anscheinend auf die verschiedensten sonstigen Hautkrankheiten. Sa. *ekakuṣṭha*: die Haut ist schweisslos, die Flecken sind gross und sehen wie Fischschuppen aus. 8b. *carman*: die Haut ist rauh anzufühlen wie die des Elephanten. Ersteres Leiden ist nach DUTT Ichthyosis, letzteres Hypertrophie der Haut. 9. *kitibha*: dunkel gefärbte Narben, rauh anzufühlen und hart, nach DUTT Keloid, der in derben, meist aus Narben entstehenden Wulsten besteht. 10. *vaipādikā*: heftig schmerzendes Aufspringen der Hände und Füsse, nach D. Psoriasis am Fuss. 11. *alasaka*: die Haut ist mit juckenden, roten Knötchen bedeckt, Schwindflechte. 12. *dadrumaṇḍala*: juckende, rote, erhabene Flecken. Nach D. ist Ringwurm gemeint, doch deutet nichts auf eine Erkrankung der Kopfhaut. 13.

c37.s2.4.3

*carmaḍala*: die Haut ist rot, schmerzhaft, es bilden sich juckende und eiternde Bläschen, die gegen Berührung empfindlich sind, Impetigo. 14. *pāmā*: winzige, aber zahlreiche Bläschen, mit Ausfluss, Jucken und Brennen verbunden, Ekzem oder nässende Flechte. 15. *kacchu*: ebenso, aber mit heftig brennenden Pusteln an den Händen und Hinterbacken, schmerzhaft, Krätze. 16. *visphoṭa*: dunkelrote Schwellungen mit dünner Haut, Beulen. 17. *śatārus*: rote oder dunkelfarbige, zahlreiche, mit Hitze und Schmerzen verbundene Geschwüre, Furunkel. 18. *vicarcikā*: juckende, dunkle, stark nässende Flecken oder Beulen, Psoriasis (nach D.), oder nässende Flechte. Weitere Unterscheidungen beziehen sich auf den Sitz der Krankheit in einem der sieben Elemente des Körpers, indem nur die in der Haut, im Blut oder Fleisch sitzenden Formen heilbar sind. Im Fett entsteht insbesondere Lahmheit der Hände, Unfähigkeit zu gehen, Abfall der Glieder, Ausbreitung der Wunden von einem Körperteil zum anderen. In Mark und Knochen entsteht Einfallen oder Abfall der Nase, Rötung der Augen, in den Wunden bilden sich Würmer, die Stimme verfällt. Im Samen des Vaters, sowie im Menstrualblut der Mutter befindlich, vererbt sich die Lepra auf beider Nachkommen. Allgemein ist *kuṣṭha* tödlich, wenn Würmer, Durst, Hitze, Verdauungsschwäche auftreten, die drei Grundsäfte gestört sind, die Geschwüre aufbrechen und ausfliessen, die Augen rot, die Stimme heiser, Arzneimittel (wegen Schwäche) nicht mehr anwendbar sind.

c37.s2.4.4

Nach Su. 2, 5, 15 ff. ist *kuṣṭha* die schlimmste aller Krankheiten, und wer daran stirbt, bekommt sie in einer künftigen Geburt wieder. Auch ist *kuṣṭha* ebenso wie Fieber, Schwindsucht, Ophthalmie und die epidemischen Krankheiten (»Pocken u. dgl.« Co.) durch häufige Berührung, den Atem, Zusammenspeisen, -liegen oder -sitzen, Kleider, Kränze und Salben übertragbar. Das Übergreifen von *kuṣṭha* von der Haut aus auf die übrigen Elemente des Körpers ist mit der allmählichen Ausbreitung der Wurzeln eines Baums in der Erde zu vergleichen. Die höchst zahlreichen Recepte gegen *kuṣṭha*, darunter namentlich die verschiedensten Abkochungen mit Butter und Öl, gehen sowohl auf innerliche als äusserliche Behandlung. Im Allgemeinen soll einmal in jedem Halbmonat ein Brechmittel, einmal in jedem Monat ein Abführmittel, alle drei Tage ein Nasenmittel und alle sechs Monate ein Aderlass zur Anwendung kommen (A. 4, 19, 96 = S. 4, 21, 120 = Su. 4, 9, 41 = Vṛ. 51, 138). Der Kranke soll auch Diät halten, fromme Gebräuche und Askese üben, seine Haare und Nägel kurz halten, Überanstrengung, Verkehr mit Frauen, Fleisch und geistige Getränke meiden, so wird er geheilt (C. 2. 5; 6, 5; Su. 2, 5; 4, 9; S. 3, 14; 4, 21; A. 3, 14; 4, 19; M. 294—305; Bhn 2, 4, 18 ff., V. 647 ff.; Vṛ. 51).

c37.s2.5

Neben *kuṣṭha* wird häufig *śvitra* »der weisse Aussatz« genant, aber als leichtere Krankheit, die daher auch in der Stufenfolge der Wiedergeburten als Strafe für leichtere Vergehen erscheint⁵. Nahe verwandt oder identisch hiermit ist *kilāsa*, schon im AV. als eine durch weisse und graue Flecken charakterisirte Krankheit vorkommend und von den Commentatoren auf weissen Aussatz (*śvetakuṣṭha*) bezogen⁶. Nach Dutt 61 wäre unter *kilāsa* in der Medicin Leukoderma zu verstehen; wahrscheinlich ist aber zugleich der weisse (glatte oder anästhetische) Aussatz gemeint, da beide Krankheiten in Indien häufig vorkommen und so schwer zu unterscheiden sind, dass bei der letzten Volkszählung besondere Instructionen darüber gegeben werden mussten⁷. Nach Su. unterscheidet sich *kilāsa* von *kuṣṭha* dadurch, dass erstere Krankheit nur in der Haut sitzt und ohne Ausfluss ist. Nach S. A. M. kann *śvitra* oder *kilāsa* auch im Blut, Fleisch und Fett sitzen und ist dann stufenweise schlimmer. Heilbar ist die Krankheit, wenn die Haare am Leib nicht weiss (sondern schwarz), die Flecken nicht gross sind und nicht zusammenhängen oder wie Brandwunden aussehen. Andernfalls ist sie unheilbar, ebenso wenn sie an den Genitalien, Handflächen oder Lippen auftritt (Su. 2, 5, 14; S. 3, 14; A. 3, 14, 37—41; M. 302—5). Die Behandlung ist ähnlich wie bei *kuṣṭha*, manche Recepte gelten für beide Krankheiten (Vṛ. l. c.; Bh. 2, 4, 38 f. etc.).

c37.s2.6

Auch unter *vāta-rakta*, *-śoṇita*, *vātāsṛj* »Windblut« ist nach Dutt der Aussatz zu verstehen. *Vātarakta* entsteht durch verdorbenes Blut, das zunächst in die Füsse läuft und sich dort staut. Verdorben wird das Blut durch erhitzende Speisen und Getränke und andere Diätfehler, Schlafen bei Tage, weite Gänge in der Hitze, Mangel an Bewegung, Kummer, Zorn u. s. w., besonders wenn man die Beine von einem Wagen oder Reittier herunterhängen lässt (S. A.). Nach Su. zeigt sich in den Füssen Schmerz, Stechen, Trockenheit, Taubheit, oder starkes Brennen, oder sie jucken nur, sind aber weiss, kalt und geschwollen. Nach S. A. sind die Vorzeichen von *vātarakta* ähnlich wie bei *kuṣṭha*, ferner zeigt sich Müdigkeit, Schlaffheit der Glieder, Jucken, Zucken, Reissen, Stechen, Schwere und Taubheit in den Knieen, Beinen, Schenkeln, Hüften, Schultern, Händen, Füssen und Gelenken, diese Erscheinungen kommen und gehen. Weiterhin ist *vātarakta* zuerst *uttāna*, d. h. auf die Haut beschränkt, dann *gambhīra* »tief«, indem es alle sieben Elemente des Körpers ergreift, so dass die Glieder verkrümmt werden und der Kranke lahm wird oder hinkt (C. S. A.). Bei Wind entstehen starke Schmerzen, Zucken und Reissen, die Geschwulst ist schwarz, die Gefässe, Finger und Gelenke sind zusammengekrümmt, die Glieder sind steif und taub und zittern. Bei Blut entsteht eine kupferrote schmerzhafte Schwellung mit Prickeln in der Haut, bei Galle starke Hitze, eiternde Geschwüre, Betäubung und Geistesverwirrung, bei Schleim Schwere, Unempfindlichkeit, Kälte der Haut, Jucken, doch wenig Schmerzhaftigkeit. Manchmal breitet sich das Leiden, nachdem es die Knöchel und Handgelenke ergriffen hat, über den Körper aus. Unheilbar ist die Krankheit, wenn eine offene Wunde bis zum Knie aufwärts entsteht oder die Geschwulst platzt und eitert, oder die Lebenskraft und das Fleisch abnehmen oder andere schlimme Complicationen eintreten, wie Schlaflosigkeit, Asthma, Anschwellung des Fleisches, Ohnmacht, Delirium, Fieber, Betäubung, Rotlauf, Verkrümmung der Finger und Zehen, Lahmheit, Knotenbildung u. a. Die Behandlung ist teils äusserlich, teils innerlich, namentlich werden viele Abkochungen in Butter und Öl empfohlen (C. 6, 29; Su. 2, 1, 39 ff.; 4, 5; S. 3, 16; 4, 24; A. 3, 16; 4, 22; M. 187—90; Bh. 2, 2, 203 ff.; V. 405--25; Vr. 9). Nach den obigen Symptomen kann *vātarakta* nicht ausschliesslich auf Lepra gehen, sondern umfasst auch gichtische und rheumatische Leiden⁸, vielleicht auch andere Hautkrankheiten.

c37.s2.7

¹ Viṣṇu 45, 2. —

c37.s2.8

² Vgl. meine Tagore Law Lectures 276 f. —

c37.s2.9

³ Vgl. COLEBROOKE'S Digest (London 1801) 3, 304 ff. --

c37.s2.10

⁴ Dieser Glaube herrscht in Indien noch jetzt, vgl. Census of India 1891, 23, 306. —

c37.s2.11

⁵ Manu 11, 51; Viṣṇu 45, 13. —

c37.s2.12

⁶ Vgl. ZIMMER l. c. 391; BLOOMFIELD, SBE. 42, 266. —

c37.s2.13

⁷ Vgl. z. B. Census of India 1891, 16, 305. Einen Report über den heutigen Stand der Lepra in Indien veröffentlichte die 1889/90 dort gewesene »Indian Leprosy Commission«. —

c37.s2.14

⁸ Vgl. WISE, Commentary 266 Anm.; A. C. K.s C.-Übers. 217 Anm.

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