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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s3.6

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s3.6

Language
German

c37.s3.6

Die *visphoṭa*, *visphoṭaka* »Beulen« sind uns schon als eine Form der Lepra (*kuṣṭha*) begegnet (§ 68). Auch unter den *kṣudraroga* (§ 67) werden sie in S. 6, 36, A. 6, 31 erwähnt, als sehr schmerzhafte Beulen, die noch schlimmer als die Pocken sind. Nach M. gleichen sie Brandblasen, sind mit Fieber verbunden, entstehen aus Blut und Galle und treten entweder nur an einer Stelle oder am ganzen Körper auf. Bei allen drei Grundsäften sind sie in der Mitte eingedrückt, an den Rändern erhaben, hart, ohne viel Eiter, dazu kommt Brennen, Röte, Durst, Geistesverwirrung, Erbrechen, Ohnmacht, Schmerzen, Fieber, Delirium, Zittern, Schläfrigkeit; diese Form ist unheilbar. Auch rote Beulen, die wie Guñjasamen, d. h. rot mit einem schwarzen Tüpfchen oder wie Korallen aussehen, sind unheilbar. Die Behandlung ist wie bei *vīsarpa* zuerst innerlich, dann äusserlich, auch in den Recepten werden oft *vīsarpa* und *visphoṭa* zusammen erwähnt (M. 314—6; Vr. 55; V. 695—9; Bh. 2,,4, 47—50).

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