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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s3.7

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s3.7

Language
German

c37.s3.7

*Śītapitta* »kalte Galle«, *udarda*, nach WISE und DUTT die Nesselsucht, ist anscheinend der älteren Pathologie noch fremd, doch erwähnen S. 2, 2, A. 2, 2 beim Fieber eine mit einem kalten Ausschlag und *udarda* verbundene Form desselben. Die Krankheit entsteht durch kalten Wind und beginnt mit Durst, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Mattigkeit, Schwere in den Gliedern, Rötung der Augen, worauf sich eine dem Stich einer Wespe gleichende Geschwulst auf der Haut bildet, mit Jucken, Stechen, Erbrechen, Fieber und Hitze. *Udarda* (»Rothlauf, Rose« B.-R.) heisst das Leiden insbesondere, wenn es in der kühlen Jahreszeit auftritt, auf Schleim beruht und durch juckende, runde, in der Mitte eingedrückte Beulen charakterisirt wird. *Koṭha* (»urticaria evanida« DUTT), ein Ausschlag mit vielen runden, juckenden, roten Flecken, entsteht besonders durch ungenügende oder unrichtige Anwendung von Brechmitteln bei verdorbenem Magen; bei wiederholtem Auftreten heisst dieses Leiden *utkotha*. Die Behandlung dieser offenbar als leicht betrachteten Krankheiten ist ähnlich wie bei *visarpa* und *kuṣṭha* (M. 305 f.; Vr. 52; V. 677—9; Bh. 2, 4, 39—41).

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