Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.37
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.37
- Language
- German
c8.s1.37
Unter den anderen Zeichen verdienen noch folgende eine besondere Erwähnung: 1) das stets unverschleifte *ṇa*, T. VII, 21, XII—XIV, XVII, dessen Gestalt aber darauf deutet, dass es cursiv aus einer verschleiften Form gebildet ist, 2) das *ta*, welches in 22, XIII die alte unverschleifte Form der nördlichen und westlichen Inschriften bietet, in C. XII, XIV, XVII aber eine Cursiventwicklung aus der verschleiften von C. XX—XXIII, die auch in späten Kadamba-Inschriften und in den Calukya-Inschriften dieser Periode nicht selten ist; 3) das *da* mit dem Schwänzchen, 24, XIV, XVII, das im südwestlichen Typus und auch sonst zur Differenzirung von *ḍa*, 19, IV—IX, verwendet wird; 4) das bald verschleifte (26, XIII), bald unverschleifte *na* (26, XII, XIV—XVII), dessen unverschleifte Formen auf die verschleifte zurückgehen dürften; 5) das (wie in der nördlichen Schrift) verschleifte *ya* in *yā*, 45, XIV; 6) die mittleren Vocalzeichen a) *ū* in *pū*, 27, XIII, das aus dem *ū* von *yū*, 32, VI, *cū*, 13, IV u. s. w. cursiv entwickelt ist, b) *ṛ* in *kṛ*, 8, XII; 41, XIV (vgl. 8, XVII), das aus einer öfter erscheinenden Form entwickelt ist, in der *ṛ* in der Form eines halbkreisförmigen Striches frei unter *ka* steht (auf dem Siegel, IA, 6, 24, erscheint auch ausnahmsweise das nördliche *ṛ* in *Mṛgeśa*); c) das überaus seltene *ḷ* in *kḷ* (42, XIV), welches, abweichend von den entsprechenden Zeichen in Taf. VI (vgl. § 24, A, 7), nur aus einem cursiven *la* zu bestehen scheint; d) die Mātrā, die oft in *e* (z. B. *ṇe*, 21, XII) und in *au* (z. B. *thau*, 23, XII), sowie an zweiter Stelle in *ai* (z. B. *cai*, 13, XII, *vai*, 35, XIII) an den Fuss des Consonanten gesetzt, dagegen oft in *le*, 34, XII, und an erster Stelle in *lai*, sowie stets in *lo*, 34, XIII, XVII, mit der Spitze des *la* verschleift wird; e) *au* (z. B. in *pau*, 27, XII, XIV), dessen rechter Teil, wie in allen Alphabeten des südlichen Dekhan aus einem Haken besteht und durch eine cursive Verbindung der zweiten aufwärts gerichteten Mātrā mit dem *ā*-Striche entstanden ist