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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.38

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.38

Language
German

c8.s1.38

B. Die mittlere Stufe. — Die zweite oder mittlere Stufe findet sich von der zweiten Hälfte des 7. bis in die zweite Hälfte des 10. Jahrh. a) im Westen in den Inschriften der Calukya von Vātāpi (Badami), ihrer Nachfolger, der Rāṣṭrakūṭa von Mānyakheṭa (so weit sie sich nicht der Nāgarī bedienen, S. 51), der Gaṅga von Maisur und anderer kleinerer Dynastien, b) im Osten in den Inschriften der Calukya von Veṅgi und ihrer Vasallen. Während dieser Periode finden sich einige merkliche Unterschiede im Ductus zwischen den verschiedenen Classen von Documenten. Die Kupferplatten der westlichen Calukya¹¹, T. VII, C. XVI, zeigen meist stark nach rechts liegende, recht flüchtig und cursiv gemachte Zeichen, ihre Steininschriften dagegen, T. VII, C. XV, gerade stehende, sorgfältiger ausgeführte Buchstaben, die jedoch besonders in Ligaturen eine abnorme Grösse haben, und mit den letzteren stimmen im Ductus die Inschriften der Rāṣṭrakūṭaperiode¹², T. VIII, C. II—III, mit Ausnahme der Unterschrift auf Dhruva's II. Kupferplatte von Baroda¹³. In dieser und in den Inschriften der Calukya von Veṅgi, T. VIII, C. IV—V, sind die Formen kürzer und breiter und in dieser Hinsicht den Altkanaresischen bedeutend ähnlicher¹⁴.