Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.40
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.40
- Language
- German
c8.s1.40
C. Das Altkanaresische. — Die dritte Stufe dieser Schriftgattung, welche Burnell »die Übergangsform« (transitional), Fleet und andere passender »Altkanaresisch« (*Old Canarese*) nennen und die sich von den modernen kanaresischen und Telugu-Alphabeten nur wenig unterscheidet, lässt sich im Osten zuerst in den Veṅgi-Inschriften des 11. Jahrh., im Westen etwas früher in einer Gaṅga-Inschrift von 978 und einer wenig spätern Cālukya-Inschrift nachweisen¹⁶. Einzelne Züge, wie die Öffnung der Schlinge des *ma* und des Kopfes von *va* finden sich indess schon in der erwähnten Unterschrift Dhruva's II. auf den Baroda-Kupferplatten. Die Proben¹⁷ in T. VIII, von denen C. VI u. VII. dem 11., C. VIII dem 12. und C. IX (nach Hultzsch Telugu) dem 14. Jahrh. angehört, zeigen den allmähligen Fortschritt sehr deutlich.