Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s2.2
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s2.2
- Language
- German
c8.s2.2
Die älteste Inschrift der bedeutend weiter vorgeschrittenen zweiten oder mittleren Stufe ist die der Kūram-Kupfertafeln aus der Zeit Parameśvara's I., der mit Pulikeśi's Sohne, Vikramāditya I. (655—680 p. Chr.), Krieg führte³, T. VII, C. XXIV. Der Schrift dieses Documentes gegenüber, welche eine echte Kanzleischrift zu bieten scheint, ist das Alphabet der Bauinschrift im Kailāsanātha-Tempel (T. VII, C. XXIII), der nach FLEET'S Bestimmung⁶ von Narasiṁha II., dem Sohne Parameśvara's I. (ca. 700), errichtet wurde, in einigen wichtigen Buchstaben rückläufig. Dagegen stimmt die Schrift der Kaśākūdi-Kupfertafeln (T. VIII, C. XIII) aus der Zeit des Nandivarman, der Narasiṁha's II. zweitem Sohne, Mahendra III., folgte und der den Calukyakönig Vikramāditya II. (733—747 p. Chr.) bekriegte⁷, genauer mit der der Kūram-Kupferplatten und zeigt neben einigen Archaismen auch weitere Fortschritte in der Entwicklung.