Pramāṇa · Search · About · API

Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s2.3

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s2.3

Language
German

c8.s2.3

Die wichtigsten Neuerungen auf dieser Stufe sind: 1) die Entwicklung eines zweiten Verticalstriches bei *A*—*Ā*, *ka*, *ra* (T. VII, 1—2, 8, 33, XXIII—IV; VIII, 1—2, 11, 36, XIII) und bei mittlerem *u* und *ū* (T. VII, 31 u. 38, XXIV; VIII, 34 u. 40, XIII) aus dem alten Haken, wofür die Facs. zu IA, 9, 100 u. 102 nahe liegende Übergangsformen bieten; 2) die Verbindung des rechten oder linken Punktes von *I* mit der oberen Linie (T. VII, 3, XXIII—IV; VIII, 3 a b, XIII); 3) die Öffnung des *E*, T. VII, 5, XXIV, das aber in XXIII und VIII, 8, XIII geschlossene Formen zeigt; 4) die Entwicklung einer Schleife links am Fusse von *kha* nebst Öffnung der rechten Seite des Zeichens (T. VII, 9, XXIII), wie im mittleren K.-T.-Typus (vgl. § 29, B, 2); 5) die Aufwärtsbiegung des Begrenzungsstriches der linken Linie von *ga* und *śa*, T. VII, 10 u. 36, XXIV; VIII, 13 u. 39, XIII (nicht in VII, C. XXIII); 6) die Öffnung der Schlingen des *cha*, T. VIII, 17, XIII, die vielleicht auch in dem etwas undeutlichen *cha* der Kūram-Kupferplatte (1. Z. 5) vorkam; 7) die Verschiebung des Verticalstriches von *ja* an das rechte Ende der obersten Barre nebst der Ablösung der mittleren und Verschleifung der letzteren mit der dritten, T. VII, 15, XXIV; VIII, 18, XIII (nicht in VII, C. XXIII); 8) die beginnende Öffnung des Kopfes von *dha* und *tha*, T. VII, 23 u. 25, XXIII—IV; VIII, 26 u. 28, XIII; 9) die Öffnung des Kopfes von *ba* und Verschiebung der ursprünglichen Kopflinie an die linke Seite des linken Verticalstriches, T. VII, 29, XXIV; VIII, 32, XIII (nicht in VII, C. XXIII); 10) die Entlehnung des nördlichen *bha* der spitzwinkligen Schrift oder Entwicklung eines ganz gleichen Zeichens (vgl. § 24, A, 24), T. VII, 30, XXIV; VIII, 33, XIII (nicht in VII, C. XXIII); 11) die Verbindung des linken Verticalstriches des *sa* mit dem linken Ende des alten Curvenanhängsels, und des rechten Endes des letzteren mit der Basis in T. VII, 38, XXIV (Übergangsformen in 38, XXII und ältere Cursivform mit Viereck für Haken in VIII, 41, XIII); 12) die häufige Abtrennung des mittleren *ā*, *e*, *ai*, *o*, *au* von den Mātṛkā, neben der nicht selten eine Aufwärtsdrehung des *ā* wie in der nördlichen Schrift dieser Periode und im centralindischen Typus, vorkommt (vgl. VII, 17, 19, 21, 31—33, XXIII; 8, 24, XXIV); 13) die Bezeichnung des Virāma durch einen Vertikalstrich über dem finalen Consonanten (wie im K.-T.-Typus) oder in der Kaśākūdi-Inschrift auch neben demselben, vgl. VII, 41, XXIII; VIII, 47, XIII und das Facs.; 14) die Herabrückung des Anusvāra auf die Linie (T. VII, 38, XXIV; VIII, 41, XIII) wie im K.-T.-Typus; 15) die Entwicklung kleiner, oben offener Winkel auf den Verticalstrichen, für deren linken Teil in T. VIII, C. XIII oft ein Punkt eintritt, wie auch für den Haken links am mittleren *ā*. Der stark ausgeprägte Character der Schrift der Kūram-Kupferplatten lässt vermuten, dass dieselbe nicht in den 20—30 Jahren entwickelt ist, um welche Narasiṁha's bedeutend altertümlichere Badami-Inschrift ihrer Zeit vorausliegt, sondern dass sie eine längere Vorgeschichte gehabt hat.

Linked texts (1)