Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.35
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.35
- Language
- German
c12.35
68. Am Morgen zieht Çatrughna weiter und stellt sich an dem Thore von Madhupura auf. Gegen Mittag kommt Lavaṇa mit einer grossen Schaar gefangener Wesen. Çatrughna fordert ihn zum Kampf heraus; Lavaṇa sagt zu, will aber seine Waffe holen. Doch Çatrughna verhindert ihn, in die Stadt einzutreten. 69. Die Beiden kämpfen miteinander. Lavaṇa schlägt Çatrughna mit einem Baume nieder; während er aber seine Herde zusammentreibt, erlangt Çatrughna das Bewusstsein wieder und legt den Pfeil Vishṇu's an. Die Götter geraten darob in grosse Angst und fliehen zu Brahman, der sie beruhigt. Çatrughna schiesst den Pfeil ab und durchbohrt Lavaṇa's Herz. Der Pfeil kehrt zu Çatrughna, und der çûla Lavaṇa's zu Rudra zurück. 70. Die Götter erscheinen und gewähren dem Çatrughna, sich eine Gunst zu wählen. Er bittet, dass er die Stadt Madhupurî (Madhurâ) neu gründen dürfe. Das geschieht. Die halbmondförmig an der Yamunâ erbaute und von dem Heldenheere (Çûrasena) bewohnte Stadt gelangt zu grosser Blüte. Im 12. Jahre treibt es ihn, Râma wiederzusehen.