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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.7

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.7

Language
German

c12.7

9. Sumâli schickt seine Tochter Kaikasî zu Viçravas, damit sie ihn sich zum Gatten erwähle. Sie kommt zu ihm, während er der Askese obliegt. Befragt über den Grund ihres Kommens, lässt sie ihn denselben erraten. Er nimmt sie als sein Weib an; weil sie aber zu unpassender Zeit gekommen sei, solle sie schreckliche Kinder gebären; doch auf ihr Bitten mildert er dies dahin, dass ihr letzter Sohn ihm ähnlich sein solle. Sie gebiert Daçagrîva, Kumbhakarṇa, Çûrpaṇakhâ und Vibhîshaṇa. Die ersten drei sind gottlos, letzterer gerecht. Einst besucht Vaiçravaṇa auf dem Pushpaka seinen Vater. Voller Neid stachelt Kaikasî den Daçagrîva auf, ihm gleich zu werden. Zu dem Zwecke beschliesst Daçagrîva mit seinen Brüdern, Askese zu üben. 10. Kumbharṇa liegt 1000 Jahre im Sommer zwischen zwei Feuern, den Winter über im Wasser. Vibhîshaṇa steht 5000 Jahre lang auf einem Fusse, 5000 Jahre lang blickt er in die Sonne. Daçânana fastet 1000 Jahre und opfert dann einen seiner Köpfe im Feuer. Als er so seinen 10. Kopf abschneiden will, erscheint der Pitâmaha. Den bittet er um Unsterblichkeit, doch als diese ihm verweigert wird, um Unbesiegbarkeit durch göttliche Wesen; denn vor andern fürchte er sich nicht. Pitâmaha (Prajâpati) gewährt ihm dies und ferner, dass seine geopferten Köpfe ihm auf’s neue wüchsen und er seine Gestalt nach Belieben wechseln könne. Vibhîshaṇa bittet, dass er stets gerecht sein möge, worüber erfreut ihm Pitâmaha auch noch die Unsterblichkeit verleiht. Als der Prajâpati dem Kumbhakarṇa eine Wahlgabe gewähren will, bitten die Götter, dass er nicht zum Unheil der Welt dies thun könne. Darauf begiebt sich auf Pitâmaha’s Geheiss Sarasvatî in Kumbhakarṇa’s Mund, und als derselbe nun seine Bitte thun soll, wählt er langen Schlaf. Dann verlässt ihn Sarasvatî und er merkt, dass er betrogen ist (vergl. aber VI 61).