Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c7.9
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c7.9
- Language
- German
c7.9
Unterdessen bricht der Morgen an. Vasisṭha kommt mit den zur Weihe nötigen Gegenständen zur Stadt und trifft im Palaste Sumantra, den er zum Könige schickt. Dieser geht in das Gemach des Königs und preist ihn. Doch als der König sich darüber beklagt, weicht er scheu zurück. Kaikeyî fordert ihn auf, den R. herbeizubringen. Der König stimmt diesem Befehle bei, worauf Sumantra sich in froher Erwartung entfernt. 15. Am Morgen hatten sich die Vornehmsten der Unterthanen an den Thoren des Palastes versammelt. Es war aber alles zur Weihe nötige zusammengebracht worden. Die versammelten Grossen bitten Sumantra, sie bei dem Könige zu melden. Dieser geht also wieder ins Serail, wird aber etwas barsch aufgefordert, R. zu holen. Er geht vergnügt fort und gelangt auf der geschmückten Hauptstrasse durch die freudig erregte Menge zu R.'s prächtigem Palast. 16. Von den Thürstehern angemeldet, tritt er vor Râma und Sitâ und richtet seinen Auftrag aus. R. verabschiedet sich von S. und wird von ihr unter Glückwünschen bis zur Thüre begleitet. Er besteigt zusammen mit Lakshmaṇa einen Wagen und fährt mit stattlichem Gefolge unter dem Jubel der Menge zu seines Vaters Palast. 17. Den Wagen besteigend fährt R. auf der festlich geschmückten Strasse unter dem Jubel der Menge zu seines Vaters Wohnung, und 5 Höfe durchschreitend, gelangt er in das Serail. 18. Er findet D. mit K. zusammen. Da dieser nur das Wort Râma hervorbringen kann, fragt R. bestürzt die Königin, weshalb sein Vater so verändert sei. Sie sagt, D. habe ihr ein Versprechen gegeben, das er jetzt bereue; wenn Râma schwöre, es zu erfüllen, wolle sie es ihm nennen. R. sagt zu, und K. eröffnet ihm, er solle 14 Jahre in die Verbannung gehen und Bharata anstatt seiner geweiht werden. 19. R. verspricht es und zeigt sich nur darüber betrübt, dass sein Vater ihn nicht anreden will. K. treibt ihn an, sofort sein Versprechen auszuführen. R. geht mit L. fort.