Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c9.4
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c9.4
- Language
- German
c9.4
9. Vâlin, der ältere Bruder, führte die Herrschaft. Einst forderte ihn nächtlicher Weile der Asura Mâyâvin, Dundubhi's Sohn, vor dem Thore Kishkindhâ's laut brüllend zum Kampfe heraus. Als Vâlin von Sugriva begleitet ihm entgegentritt, flieht jener und verschwindet in einer Höhle. Vâlin lässt an deren Mündung Sugriva Posten fassen. Sugriva wartet dort über ein Jahr; als er aber den Lärm der Dämonen hört und Blut und Schaum aus der Mündung hervorquillt, hält er den Bruder für getötet, bedeckt die Mündung mit einem Fels, begibt sich in die Stadt und wird von den Ministern gekrönt. Da kehrt Vâlin plötzlich zurück, tötet die Minister und beachtet nicht Sugriva's unterwürfige Begrüssung. 10. Sugriva sucht sein Verhalten zu erklären. Vâlin aber erzählt vor den Ministern den Hergang und beschuldigt ihn, dass er ihn habe beiseite schaffen wollen, um die Herrschaft an sich zu reissen. Dann verjagt er ihn und lässt ihm nichts als die Kleider, die er an hat. — Râma verspricht, ihm zu seinem Rechte mit seinen Pfeilen helfen zu wollen.