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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c9: Kishkindhâ-Kâṇḍa

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c9

Language
German

Kishkindhâ-Kâṇḍa

c9.1

1. Râma preist die Schönheit der Pampâ und der Umgebung, doch steigert sie nur seinen Trennungsschmerz. Er beklagt sich und seine Gattin. L. spricht ihm Mut ein und fordert ihn zu thatkräftigem Handeln auf. Schlussverse: Sie treffen Sugrîva.

c9.2

2. Als Sugrîva sie erblickt, zieht er sich ängstlich nach dem Malaya mit den Affen zurück. Hanumat ermahnt ihn zur Besonnenheit, worauf Su. den H. als Kundschafter zu den beiden Brüdern schickt. 3. H. redet höflich die Brüder an und fragt sie nach dem Zweck ihres Kommens. R. ist entzückt über H.'s edle Sprache und fordert L. auf, zu antworten. Der sagt, sie suchten Sugrîva. 4. H. fragt sie nach dem Zweck ihres Kommens. L. sagt, wer sie seien, und dass sie die Hülfe und den Schutz des Su. begehrten. H. stellt ihnen die Erfüllung ihres Wunsches in Aussicht und führt sie zu Sugrîva.

c9.3

5. H. führt die Brüder nach dem Malaya vor Su., dem er sagt, wer die Beiden seien und was sie wollten. Erfreut schliesst Su. ein Bündnis mit R. und erzählt ihm dann, was er von Vâlin erlitten habe. R. verspricht ihm, Vâlin zu töten und ihn wieder in die Herrschaft einzusetzen. 6. Su. verspricht dem R., die S. wieder herzuschaffen. Er habe gesehn, wie der Râkshasa sie durch die Luft entführt habe. Er sei einer der Affen, denen sie die Gewänder und Schmucksachen zu-geworfen habe. Er bringt die Gegenstände, die R. als von Sîtâ stammend erkennt. R. fragt, wer der Räuber wäre und wo er wohne. 7. Sugrîva sagt, er kenne nicht den Aufenthalt Râvaṇa's, er werde aber Sîtâ wiederbringen. Râma solle nicht verzweifeln. Auch ihm sei seine Gattin genommen worden. Râma beruhigt sich und gelobt ihm aufs neue treue Freundschaft. 8. Sugrîva antwortet in ähnlichem Sinne. In weiteren Gesprächen spricht er von seiner Lage. Râma verspricht, mit seinen Pfeilen Vâlin zu töten. Sugrîva kommt auf sein Unglück zurück und Râma bittet ihn um ausführlichen Bericht.

c9.4

9. Vâlin, der ältere Bruder, führte die Herrschaft. Einst forderte ihn nächtlicher Weile der Asura Mâyâvin, Dundubhi's Sohn, vor dem Thore Kishkindhâ's laut brüllend zum Kampfe heraus. Als Vâlin von Sugriva begleitet ihm entgegentritt, flieht jener und verschwindet in einer Höhle. Vâlin lässt an deren Mündung Sugriva Posten fassen. Sugriva wartet dort über ein Jahr; als er aber den Lärm der Dämonen hört und Blut und Schaum aus der Mündung hervorquillt, hält er den Bruder für getötet, bedeckt die Mündung mit einem Fels, begibt sich in die Stadt und wird von den Ministern gekrönt. Da kehrt Vâlin plötzlich zurück, tötet die Minister und beachtet nicht Sugriva's unterwürfige Begrüssung. 10. Sugriva sucht sein Verhalten zu erklären. Vâlin aber erzählt vor den Ministern den Hergang und beschuldigt ihn, dass er ihn habe beiseite schaffen wollen, um die Herrschaft an sich zu reissen. Dann verjagt er ihn und lässt ihm nichts als die Kleider, die er an hat. — Râma verspricht, ihm zu seinem Rechte mit seinen Pfeilen helfen zu wollen.

c9.5

11. Sugriva schildert die grosse Stärke Vâlin's. Einst habe ein Asura in Büffelgestalt namens Dundubhi in seiner Kampflust den Ocean zum Kampfe herausgefordert. Von dem Ocean sei er an den Himavat gewiesen worden, der ihn auf Vâlin verwiesen habe. Vâlin habe diesen Zweikampf angenommen und nach hartem Kampfe den Dundubhi getötet und dann eine Meile weit weggeschleudert. Die Leiche sei in die Einsiedelei Matanga's gefallen, der von den Bluttropfen besudelt zornig dem Übeltäter und dessen Freunden den Aufenthalt in jenem Walde bei seinem Fluche untersagt habe. Darum habe er, Sugriva, sich eben dahin zum Rishyamûka geflüchtet. Dort wüchsen auch die 7 Sâla, welche Vâlin einzeln im Nu der Blätter berauben könne. Als er seine Zweifel ausspricht, dass R. dem Vâlin gewachsen sei, schleudert Râma die ausgedörrte Leiche Dundubhi's 10 Meilen weit weg. Doch auch diese That überzeugt noch nicht den Sugriva. 12. Râma fällt mit einem Pfeile die 7 Sâla (oder Tâla) Bäume, worauf Sugriva an seine Unüberwindlichkeit glaubt.

c9.6

Sie gehen nach Kishkindhâ; Sugriva fordert den Vâlin zum Zweikampfe auf, in dem er aber den kürzeren zieht, und flieht nach Rishyamûka. Er macht R. Vorwürfe, dass er ihm nicht geholfen habe. Aber R. sagt, er habe es nicht gekonnt, weil die beiden Brüder einander zu ähnlich seien. Er solle sich durch eine *gajapushpî* kenntlich machen und den Kampf nochmals versuchen.

c9.7

13. Sie brechen wieder nach Kishkindhâ auf. Auf ihrem Wege dorthin kommen sie an einen Hain, dem, wie Sugriva erzählt, einst sieben Muni wohnten, die durch ihre Askese in den Himmel gelangt wären. R. bringt diesem heiligen Orte seine Verehrung dar. 14. Auf seine Aufforderung macht Sugriva vor Kishkindhâ einen grossen Lärm, um Vâlin zum Kampfe herauszulocken. 15. Vâlin hört in seinem Serail den Lärm. Er gerät in grossen Zorn und will hinauseilen. Târâ bittet ihn, den Kampf zu verschieben. Sie habe durch Angada von der Ankunft R. und L.'s gehört. Die seien Sugrîva's Freunde. Er solle sich mit Sugrîva aussöhnen. 16. Vâlin antwortet ihr, ein Krieger könne die Herausforderung eines Feindes nicht unbeachtet lassen, und schickt sie zurück. Es erfolgt der Zweikampf zwischen Vâlin und Sugrîva, in dem letzterer zu unterliegen droht. Da durchbohrt Râma den Vâlin mit seinem Pfeile.

c9.8

17. Solange Vâlin den von Indra ihm geschenkten Kranz trägt, kann er nicht sterben. Er macht Râma bittere Vorwürfe wegen seines ungerechten Benehmens und hinterlistigen Angriffes. 18. Râma erwiedert: als Beauftragter des Königs strafe er das Verbrechen. Vâlin habe Rumâ, die Gattin Sugrîva's, zum Weibe genommen: dieses Verbrechen verdiene mit dem Tode bestraft zu werden. Tiere würden durch List und aus dem Hinterhalt erlegt, so wäre auch er berechtigt, ihn, den Affen, aus dem Hinterhalt zu töten. Ein König, der die Bösen bestraft, und der Bösewicht, welcher gerecht bestraft wird, werden von Sünden frei. Die Könige seien Gott gleich, trotzdem habe Vâlin ihn töten wollen. Vâlin sieht zerknirscht sein Unrecht ein und bittet nur, seinen Sohn Angada und dessen Mutter Târâ zu schonen.

c9.9

19. Târâ kommt auf die Kunde von Vâlin's Tod herbei. Ihre Begleiter fliehen, als sie Râma erblicken. Unbekümmert um deren Warnungen eilt sie zu der Stelle, wo der sterbende Vâlin liegt. 20. Târâ's Klagen. 21. Hanumat's Trost und Rat, Târâ's Antwort.

c9.10

22. Vâlin empfiehlt Angada dem Sugrîva und lässt sich von letzterem die goldene Kette abnehmen. Er empfiehlt dem Angada kluges Benehmen und Gehorsam gegenüber dem Sugrîva. Er stirbt. Wehklagen der Affen. (Erwähnung des Gandharva Golabha). 23. Târâ's Klage bei der Leiche. Nila zieht den Pfeil heraus. T. umart die Leiche und Angada erfasst ihre Füsse. Weitere Klagen. 24. Jammer und Verzweifelung Sugrîva's. Târâ bittet Râma, sie zu töten. Râma tröstet sie. 25. Râma tröstet sie mit der Notwendigkeit des Schicksals. Lakshmaṇa giebt Befehl, alles zur Bestattung herzurichten. Târâ bringt eine herrliche Sänfte, auf welche die Leiche gelegt wird. Der Leichenzug, voraus die Affen, die Weiber hinterdrein, begiebt sich zu einem Flusse, wo der Scheiterhaufen errichtet wird. Târâ's Abschied von der Leiche. Dieselbe wird verbrannt. Die Affen sprengen Wasser.

c9.11

26. In der Versammlung fordert Hanumat den Râma auf, in einer Höhle zu wohnen. Râma sagt zu und rät, den Sugrîva zu weihen. Dem Sugrîva rät er, Angada als yuvarâja zu weihen. Er werde während der 4 Regenmonate in der Höhle wohnen. Sugrîva zieht in die Stadt ein und wird mit grossem Pompe geweiht. Dann wird Angada als yuvarâja eingesetzt. Freude der Bürger.

c9.12

27. Auf dem Prasravaṇa-Berge wählen sich die beiden Brüder eine Höhle zum Wohnsitz. R. schildert die Annehmlichkeit und Schönheit des Ortes. Aber der Gedanke an seine geraubte Gattin lässt ihn zu keinem Genuss kommen. L. ermahnt ihn, den Mut nicht sinken zu lassen, und R. verspricht, den Herbst abwarten zu wollen. 28. R. besingt die Pracht der Regenzeit und endet wie in 27.

c9.13

29. Als nach Verlauf der Regenzeit Sugrîva noch immer sich dem Genusse hingiebt, ermahnt ihn Hanumat, sein dem R. gegebenes Versprechen einzulösen und die Sîtâ suchen zu lassen. Su. beauftragt daher den Nila, das ganze Heer zusammenzuziehen.

c9.14

30. Mit Anbruch des Herbstes bricht Râma's Sehnsucht wieder hervor. Lakshmaṇa sucht ihn zu trösten. R. besingt die Schönheit des Herbstes. Er klagt, Su. halte nicht sein Versprechen; er zürnt ihm und will L. mit Drohungen zu ihm schicken. 31. Lakshmaṇa gerät auch in grossen Zorn. R. trägt ihm aber auf, nur zu sagen: die Zeit geht vorüber.

c9.15

L. geht in hellem Zorne nach Kishkindhâ. Vor ihm fliehen die Affen. Su., in Liebe bethört, hört nicht, was ihm gemeldet wird. Auf Befehl des Ministers zeigen sich die stärksten Affen ausserhalb der Stadt. Darob zürnt L. noch mehr. Angada geht ihm entgegen, der von L. zu Su. geschickt wird. Su. hört ihn nicht in seinem Rausche. Endlich weckt ihn der Lärm. Seine Minister Yaksha und Prabhâva teilen ihm mit, dass L. an der Thüre warte. 32. Su. gerät in Verlegenheit. Hanumat sagt ihm, er habe in seiner Genusssucht den festgestellten Termin verstreichen lassen. Er solle jetzt hochachtungsvoll dem L. entgegengehen.

c9.16

33. Lakshmaṇa geht in Kishkindhâ hinein. Beschreibung. Er kommt ungehindert in den Palast, bis zum Serail. Dort kündigt er sich durch den Ton seines Bogens an. Eingeschüchtert schickt Su. ihm die Târâ entgegen. Târâ fragt L. nach dem Grunde seines Zornes. L. richtet seinen Auftrag aus. Târâ sucht Sugrîva zu entschuldigen: das Heer würde zusammengezogen. L. tritt vor Sugrîva. 34. L. stürmt in die Versammlung. Su. springt von seinem Throne auf; es erheben sich Rumâ und die übrigen Weiber. L. wirft Su. Bruch des Vertrages vor. Führe er ihn nicht aus, so werde R. ihn dem Vâlin nachschicken. 35. Târâ entschuldigt Su.: er habe nicht seine Verpflichtungen vergessen, sondern in seinem Freudentummel, wie einst der in Ghr̥tâcî verliebte Viçvâmitra, die Zeit nicht beachtet. Sie giebt an, über wie viele Râkshasa Râvaṇa verfüge. Su. habe sein Heer schon zusammengezogen. 36. Su. bittet um Verzeihung und erklärt sich zu allem bereit. L. erklärt sich für zufriedengestellt und bittet ihn, nun selbst zu R. zu gehen.

c9.17

37. Darauf beauftragt Su. den H., alle Affen der Erde herbeizuschaffen. Von allen Seiten treffen bald zahllose Affen ein. Sie bringen Wurzeln und Früchte von Çiva's Wunderbaum und andern Proviant.

c9.18

38. Darauf fordert L. ihn auf, aufzubrechen. Su. lässt seine Sänfte bringen und besteigt sie mit L., begleitet von den vornehmsten Affen. Er fällt R. zu Füssen, der hebt ihn gnädig auf und spricht einige würdige Worte. Su. sagt, er habe zahllose Affen zur Ausführung des Kriegszuges versammelt. 39. R. spricht ihm sein Vertrauen und seine Hoffnung auf Erfolg aus. Da kommen unzählige Scharen von Affen unter ihren Führern aus allen Himmelsgegenden herbei.

c9.19

40. Su. zeigt dem R. das Heer und bittet ihn um seine Befehle. R. sagt, der Aufenthalt der Sîtâ solle ausfindig gemacht werden. Su. schickt Vinata mit seinen Affen, den Osten bis zum Aufgangsberg abzusuchen, und beschreibt, welche Länder und Meere sie sehen würden. 41. Den Hanumat, Angada und andere Affen schickt er nach Süden. Beschreibung des Südens. 42. Susheṇa, Târâ's Vater, schickt er nach Westen. Beschreibung des Westens. 43. Den Çatabala schickt er nach Norden. Beschreibung des Nordens.

c9.20

44. Da Su. das meiste Vertrauen zu H. hat, wegen seiner Geschicklichkeit und Klugheit, so beauftragt er ihn mit der Auffindung der S. R. giebt ihm seinen Ring mit als Legitimation vor S.

c9.21

45. Die Affen verbreiten sich zur Suche nach allen Himmelsgegenden.

c9.22

46. R. fragt Su., wie er zu seiner Kenntnis der Erde gelangt sei. Su. erzählt Vâlin's Kampf mit Dundubhi und seine Vertreibung. Vâlin habe ihn überall hin verfolgt; so habe er die ganze Erde gesehen.

c9.23

47. Die nach Osten, Westen, Norden ausgesandte Affen kehren unverrichteter Dinge zu Su. zurück.

c9.24

48. Hanumat mit Angada und Târa macht sich auf die Suche. Vergeblich suchen sie den Vindhya und viele Wälder und Gebirgseinöden ab. Angada tötet einen Asura. 49. Angada fordert die Affen zu neuer Anstrengung auf. Gandhamâdana unterstützt ihn. Aber die Suche bleibt vergeblich.

c9.25

50. H. mit den Seinigen kommt nach vergeblicher Suche durstig zur Bärenhöhle, aus der nasse Vögel herausfliegen. Alle dringen in die Höhle ein. Drinnen finden sie wunderbare Wälder, kostbare Paläste mit allen möglichen Schätzen. Zuletzt treffen sie eine Büsserin. H. fragt sie, wer sie sei und wem die Höhle gehöre. 51. H. fragt, wie der goldene Wald und die übrigen Wunder entstanden seien. Die Büsserin antwortet, dass Maya, der Baumeister der Dânava, die Höhle mit allem darin geschaffen habe, und dass er von Indra wegen seiner Liebe zur Apsarase Hemâ getötet worden sei. Sie selbst sei Svayamprabhâ, Tochter des Merusâvarṇi, und hüte für ihre Freundin Hemâ den Palast. Dann fragt sie, wer sie seien und weshalb sie in die Höhle gekommen seien. 52. Nachdem die Affen ihren Hunger und Durst gestillt hatten, erzählt Hanumat ihre Geschichte und fragt, wie er sich ihr dankbar erweisen könne. Doch sie hat keine Wünsche. Dann bittet H. sie, dass sie sie aus der Höhle führen möge, da der von Su. ihnen gesetzte Termin schon verstrichen sei. Sie befiehlt den Affen, die Augen zu schliessen, und versetzt sie flugs ins Freie.

c9.26

53. Sie lassen sich im Anblick des Meeres am Fusse des Vindhya nieder. Angada rät, da der von Su. ihnen gesetzte Termin verstrichen sei, sollten sie alle prâyopaveçana machen. Târa rät, sich in Maya's Höhle zu flüchten. 54. H. befürchtet, dass Angada in die Höhle gehen werde, und widerrät diesen Plan, weil die Affen nicht ausharren würden und L. sie mit seinen Pfeilen besiegen würde. 55. Angada sagt, Su. würde ihm als seinem Feinde nach dem Leben trachten. Drum wolle er lieber selbst in den Tod gehen. Als er sich dazu weinend niedersetzt, umringen ihn die Affen in ihrer Angst und schicken sich an, ebenfalls das prâyopaveçana zu machen.

c9.27

56. Da erscheint Sampâti, Jaṭâyus' Bruder, froh, dass die sterbenden Affen ihm lange zur Nahrung dienen würden. Bei seinem Anblick beginnt Angada zu klagen und erwähnt auch den Tod Jaṭâyus'. Sampâti fragt, wie sich dies zugetragen, und bittet ihn, ihm vom Berge herunterzuhelfen. 57. Während die Affen in ihrer Verzweifelung denken, der Geier werde sie töten, führt ihn Angada vom Berge herab, erzählt ihm alles, was vorgegangen ist.

c9.28

58. Sampâti erzählt, dass ihm die Flügel versengt worden seien, als er einst mit seinem Bruder bis zur Sonne hätte fliegen wollen. Befragt nach Râvaṇa's Wohnung, sagt er, er habe gesehen, wie Sîtâ durch die Luft von Râvaṇa entführt worden sei. Râvaṇa halte sie in Laṅkâ, 100 Yojana jenseits des Oceans, in sicherm Verwahr. Bis dorthin könne er sehen.

c9.29

59. Von Jâmbavat aufgefordert, erzählt Sampâti, dass sein Sohn Supârçva, der ihn stets mit Nahrung versorgte, gesehn habe, wie Râvaṇa mit der Sîtâ durch die Luft flog.

c9.30

60. Sampâti erzählt: Als ihm die Flügel versengt wurden, sei er auf den Vindhya in der Nähe des Oceans gestürzt. Nach längerer Zeit zu sich gekommen, hätte er die Einsiedelei des Ṛishi Niçâkara erkannt (wo er 8000 Jahre gelebt habe). Er sei in die Nähe des Ṛishi gekrochen und von ihm nach dem Grunde seines Unglücks gefragt worden. 61. Er habe erzählt, wie er um die Wette mit Jaṭâyus nach der Sonne aufgeflogen, und wie es ihnen bei diesem tollkühnen Fluge ergangen sei. 62. Der Ṛishi habe ihn mit einer Prophezeiung des Purâṇa über Râma und des Sampâti Hülfe getröstet. 63. Während er noch mit den Affen spricht, wachsen ihm neue Flügel, wie der Ṛishi vorausgesagt hatte.

c9.31

64. Darauf steigen die Affen zum Ocean hinab und verzweifeln, wie sie darüber gelangen könnten. Angada ermuntert sie und fordert sie auf, anzugeben, wie weit jeder zu springen vermöchte. 65. Die übrigen Affen konnten nicht bis 100 Yojana weit springen. Da erbietet sich Angada dazu. Doch Jámbavat wiederrät, worauf Angada wieder an prâyopaveçana denkt. 66. Jámbavat fordert H. auf; er erzählt dessen Geburt: Vâyu habe ihn mit Anjanâ, Gemahlin Kesarin's, erzeugt. Indra schlug ihm die Kinnbacken ein, daher sein Name. Seine Unverletzlichkeit. 67. H. rühmt seine Kraft und Fähigkeit zu springen. Die übrigen Affen wollen auf einem Beine stehen, bis er zurückkehre. Er besteigt den Berg Mahendra und bereitet sich zum Sprunge vor.

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