Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s3.3
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s3.3
- Language
- German
c5.s3.3
¹ Ludwig (III, 101 fg.) bestreitet die traditionelle Abgrenzung der beiden ersten Gruppen 1-11, 12-23; er glaubt, wie mir scheint ohne ausreichende Begründung, bei 18 einen Abschnitt zu erkennen. Es genügt, dagegen auf das Indralied 16, getrennt von der Indrareihe 4-11 zu verweisen: ein sicheres Indicium dafür, dass zwischen 11 und 16 eine neue Gruppe beginnen muss. Rechnet man, wie man allen Grund hat, Lied 1 (an Agni) der früheren Gruppe zu, so zeigt das Agnilied 12, dass der Scheidepunct zwischen 11 und 12 liegt eben dort, wohin die Ueberlieferung ihn setzt. Hierzu nehme man folgende Beobachtung über den Gebrauch eines einzelnen characteristischen Wortes: upa hvaye kommt im Ṛv. vor I, 13, 3. 7. 8. 10. 12; 21, 1; 22, 5. 12; 23, 18 164, 26; X, 36, 7: also sämmtliche Stellen bis auf zwei in den Hymnen I 13-23. — Die hier besprochene Frage hat natürlich nichts mit der andern zu thun, ob die Anukramaṇî Recht hat, die Lieder 1 fgg. einem Viṣvâmitriden, die Lieder 12 fgg. einem Kaṇviden zuzuweisen.
Linked texts (2)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit
- Anukramaṇī