Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.15
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.15
- Language
- German
c7.15
Wir beschliessen diese Zusammenstellung mit einigen Angaben der Brâhmaṇas über die Sylbenzahl der Worte ukthaṃ vâcîndrâya und verwandter Formeln; auch hier handelt es sich um prosaische, einer metrischen Norm wenigstens nicht direct ¹) unterworfene Sätze. In den Worten ukthaṃ vâcîndrâya zählt Taitt. Saṃh. III, 2, 9, 2. 4 und ebenso Ait. Brâhm. III, 12 ²) sieben Sylben; man sprach mithin in der Zeit dieser Brâhmaṇatexte noch vâci indrâya. Dazu stimmt es, wenn nach dem Kaush. Brâhm. XIV, 3 die Formel uktham avâcîndrâya zusammen mit der Antwort ukthaṣâḥ elf Sylben zählen soll. Ebenso sieht das Aitareya (a. a. O.) die Formel uktham vâcîndrâya devebhyaḥ als elfsylbig an: es muss vâci indrâya und devebhiaḥ gesprochen worden sein¹). Selbstverständlich aber konnte, wie im vedischen Verse, so auch in dieser liturgischen Prosa da, wo irgend eine Veranlassung dazu vorlag, durch Contraction die Sylbenzahl verringert werden; und auch hierfür liefert die in Rede stehende Gruppe von Formeln ein Beispiel: es sollen nämlich nach dem Kaushîtaka (a. a. O.) die Worte avâcîndrâyoktham devebhyaḥ mit der Antwort ukthaṣâḥ zusammen zwölf Sylben zählen, was die Contraction aller contrahirbaren Vocale voraussetzt.
Linked texts (3)
- Kauṣītakibrāhmaṇa — Kauṣītaki, Sanskrit
- Taittirīyasaṃhitā — Sanskrit
- Aitareyabrāhmaṇa — Mahidāsa Aitareya, Sanskrit