Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.32
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.32
- Language
- German
c7.32
Ich glaube, dass damit doch um einen Schritt, wenn auch kaum um einen sehr grossen Schritt zu weit gegangen ist. Freilich können wir nicht erwarten, dass zur Kritik jener Auffassung sich uns irgendwie ausgedehnte Materialien darbieten werden. Soll nicht etwa nur für die durch unsre Saṃhitâ hindurchscheinende alte Textform, sondern für die überlieferte Redaction dieser Saṃhitâ ein höheres Alter dem Padatext gegenüber erwiesen werden, so müssen sich natürlich gerade in Puncten, die nicht den alten Textbestand, sondern jene über denselben hingegangene Redaction und ihr technisches Verfahren betreffen, Spuren eines älteren, dem Padakâra abhanden gekommenen Wissens aufzeigen lassen. Dass es an derartigen Spuren fast ganz fehlt, ist begreiflich. In der ungeheuren Mehrzahl der Fälle, in denen die Saṃhitâ durch die phonetische Diaskeuase umgestaltet worden ist, stehen sich Saṃhitâ- und Padatext einfach und unverfänglich gerade so gegenüber, wie sie sich eben nach den Grundsätzen, auf welchen die Gestalt beider Pâṭhas beruht, gegenüberstehen müssen. Aber, so viel ich sehe, findet sich wenigstens eine Gruppe von Fällen, welche den Bedingungen unsrer Fragestellung genau entsprechen.