Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.13
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.13
- Language
- German
c7.s2.13
Natürlich aber sind auf dem Mittelgebiet zwischen der Sphäre der verlängerbaren und der nicht verlängerbaren Vocale ähnlich zuversichtliche Versuche zur Herstellung der Uniformität nicht denkbar. An sich hat es offenbar nichts Unwahrscheinliches, dass die Grenzen zwischen dem Bereich der gebotenen und der ausgeschlossenen Verlängerungen nicht mit absoluter Schärfe und nicht von allen Vedendichtern in gleicher Weise gezogen worden sind. Erscheinungen, wie wir sie etwa bei den Vocativen auf -a und den Genetiven auf -asya beobachten, werden wir daher aus dem Text zu entfernen nicht leicht den Versuch wagen. Der im Grossen und Ganzen ja bewährten Tradition wird eben im Grossen und Ganzen auch hier zu vertrauen sein¹, um so mehr, als zu dem Verdacht, dass irgend welche willkürlichen, gemachten Principien hier die Ueberlieferung beherrschen, kein Anlass ist. Andrerseits werden wir auf diesem Gebiet der schwankenden Praxis auch wieder keine Einzelheit für vollkommen zweifellos bezeugt halten dürfen: dies ist das unbestimmte Resultat, über welches hinauszukommen die Natur der Daten, mit welchen wir zu rechnen haben, nicht möglich zu machen scheint.