Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s3.7
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s3.7
- Language
- German
c7.s3.7
Beruht nun das t vor s hinter ursprünglichem n auf moderner Uebertragung, so kann die Möglichkeit nicht abgewiesen werden, dass das t hinter n für ursprüngliches ns (asmánt samarye) ebenso zu erklären ist. Hier, wo die Diaskeuase einmal im Zuge war, Conformität zwischen Fällen, deren Verschiedenheit man vergessen hatte, herzustellen, ist eine derartige Verallgemeinerung gerade das zu Erwartende. J. Schmidt erklärt allerdings das t von asmánt samarye als lautgesetzlich aus s entstanden wie in vatsyâmi, vidvatsu. Aber dieser uralte Lautwandel des s zu t hat an den meisten Stellen schon frühzeitig Umgestaltungen erlitten, und der »äussere Sandhi« ist von allen Gebieten wohl dasjenige, wo eine derartige im Schwinden begriffene Erscheinung am wenigsten Aussicht hat sich lange zu behaupten: zu jenem t würde, wenn es lautgesetzlich zu erklären wäre, nur eine Umgebung von Sandhierscheinungen passen wie etwa ṣatruḍ bhayate, ṣatrû ḍadṛiṣe (nach dem Muster von vipruḍbhis, dûḍabha).