Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.21
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.21
- Language
- German
c7.s5.21
dualischen Conjugationsendungen auf -âthe u. s. w.; für die Pragṛihyaqualität des e würde I, 151, 4, allenfalls auch I, 32, 13, VI, 67, 6 sprechen, dagegen I, 2, 9; VII, 93, 6; VIII, 26, 13. — Von den angeblichen Fällen des -o scheiden die Vocative auf o wie vishṇo aus (Prât. 69. 157; vergl. Whitney zu Ath. Pr. I, 81). Dagegen ist sicher Pragṛihya das o, welches bei der Contraction von Worten wie atha, uta, mâ mit der Partikel u entsteht. Hier scheint die Pragṛihyaqualität darauf zu beruhen, dass das u ein Wort für sich ist und deshalb im Ṛv. ebenso wenig zu v wird wie etwa vi zu vy werden kann. Wie tad v asti im Ṛv. ausgeschlossen ist, kann man auch z. B. X, 85, 41 nicht atha v imâm sondern nur etwa athauv imâm (wobei au nicht den Vṛiddhidiphthong, sondern die ursprüngliche diphthongische Gestalt des von uns als o geschriebenen Lauts bedeutet) erwarten. — Werfen wir hier noch einen Blick auf die Pragṛihya -î und -û, so erweist sich auch bei ihnen die Pragṛihyaqualität eben in dem Langbleiben vor folgendem Vocal. Während die in der traditionellen Schreibung als vâjy asi, śipry andhasaḥ erscheinenden Wortgruppen zu messen sind ◡◡◡◡, -◡◡◡ (vergl. Kuhn Beitr. III, 119) und offenbar aufgefasst werden müssen als vâjîy asi, śiprîy andhasaḥ, bleibt in rodasî ubhe, śucî upa das î lang; es wird rodasî ubhe, śucîv upa anzusetzen sein. Sicher Pragṛihya ist das î des Duals; angeblich auch das von Locativen wie vedî, gaurî (Prât. 73; Lanman 389), aber für diese ergeben die wenigen vorhandenen Stellen keine Bestätigung, und VI, 1, 10 (Prât. 174) steht sogar entgegen. Für das Pronomen amî (Prât. 74) fehlt es an Materialien. Die Duale auf -û lassen sich von denen auf -î nicht trennen, obwohl die vorliegenden Materialien hier an sich keine sichere Entscheidung liefern würden (s. I, 93, 5; 116, 20; VII, 61, 2; 68, 3; X, 143, 6, dagegen aber I, 46, 13; II, 27, 15; V, 43, 4). — Die herkömmliche Auffassung, dass der Pragṛihyavocal mit folgendem Vocal nicht contrahirt werden könne (vergl. Prât. 156), ist irrig. Eine irgend annehmbare Erklärung dafür lässt sich nicht denken, und thatsächlich fehlt es im Ṛv. nicht an Fällen der Contraction, welche im Saṃhitâpâṭha fast sämmtlich richtig und von grammatischer Consequenzmacherei unberührt wiedergegeben sind (viṣpatîva, rodasîme etc.; Prât. 159. 174. 176). Dass beim Pragṛihya -e, so viel ich sehe, Fälle des eigentlichen Abhinihita Sandhi nicht vorliegen, ist offenbar nur ein Zufall, und zwar ein sehr begreiflicher bei der verhältnissmässigen Seltenheit dieses Sandhi. Aber die mit dem Abhinihita im Grunde durchaus gleichartige Contraction von -e i- zu e findet sich in der That auch bei Pragṛihyas (kanînakeva IV, 32, 23; vayyeva II, 3, 6. Lanman 361).
Linked texts (3)
- Śaunakīyā Caturādhyāyikā — Śaunaka, Sanskrit
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit
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