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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.53

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.53

Language
German

v1.c8.s3.53

Neben diesem Glauben an teuflische Wesen, welche Krankheiten über die Menschen bringen, finden wir in Indien auch den weltweit verbreiteten Glauben an männliche und weibliche Dämonen (Incubi und Succubi), welche sterbliche Frauen und Männer des Nachts heimsuchen. Dies sind die Apsaras und Gandharvas des altindischen Volksglaubens, welche in jeder Beziehung und in geradezu überraschender Weise den Nixen und Elfen oder Mahren des deutschen Volksglaubens entsprechen. Sie sind eigentlich Naturgeister, Fluſs- und Waldgottheiten. Flüsse und Bäume sind ihre Wohnstätten, die sie nur verlassen, um die Sterblichen anzulocken und durch unnatürlichen Beischlaf zu schädigen. Um diese Geister zu vertreiben, bedienten sich die altindischen Zauberer einer wohlriechenden Pflanze, Ajaśṛṅgī (»Bockshorn«, Odina pinnata) genannt, und sprachen dabei das Lied Ath. IV, 37, dem ich folgende Verse entnehme:

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