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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.50

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.50

Language
German

v1.c8.s7.50

Was nun den eigentlichen Inhalt dieser Werke anbelangt, so werden einige Beispiele dem Leser am besten eine Vorstellung davon geben. Die Inder selbst pflegen den Inhalt der Brāhmaṇas unter zwei Hauptkategorien unterzubringen, die sie Vidhi und Arthavāda nennen. Vidhi heiſst »Regel, Vorschrift«, Arthavāda »Sinneserklärung«. Die Brāhmaṇas geben nämlich zuerst Regeln für die Vollziehung der einzelnen Zeremonien, und daran knüpfen sich dann die Erklärungen und Auseinandersetzungen über den Zweck und Sinn der Opferhandlungen und Gebete. So beginnt z. B. das Śatapatha-Brāhmaṇa mit den Vorschriften über das Enthaltsamkeitsgelübde, welches der Opferer am Tage vor dem Neu- und Vollmondsopfer auf sich nehmen muſs. Da heiſst es (Śat. I, 1, 1, 1):

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