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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.8

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.8

Language
German

v2.c16.s5.8

² Vgl. Ed. Specht et Sylvain Lévi, Deux traductions Chinoises du Milindapañho, OC IX London 1892, vol. I, 518 ff. Das Datum der chinesischen Übersetzung (nach Schrader a. a. O. S. 119 gibt es nur eine Übersetzung in zwei Ausgaben, nicht zwei verschiedene Übersetzungen) ist nicht ganz sicher, da der Name des Übersetzers nicht bekannt ist, und da in einem Katalog chinesischer Bücher aus dem Jahre 520 n. Chr. das Werk noch nicht erwähnt wird. Andrerseits spricht für das höhere Alter der chinesischen Übersetzung, daß in einem chinesisch-buddhistischen Avadānawerk vom Jahre 472 n. Chr. das einleitende Buch des Milindapañha, anekdotenhaft ausgeschmückt, als selbständige Geschichte erscheint, die wie ein später Nachklang des alten Dialogs aussieht (vgl. J. Takakusu im JRAS 1896, pp. 1—21 und Ed. Chavannes, Cinq cents contes du Tripiṭaka Chinois III, 120 ff., Nr. 418). Daß dieses chinesische Avadāna dem ursprünglichen Werke näher stehe, und daß ursprünglich nicht Milinda, sondern ein König Nanda von Magadha der Held des Buches gewesen sei, hat L. A. Waddell (im JRAS 1897, p. 227 ff.) auf Grund sehr zweifelhafter tibetischer Daten wahrscheinlich machen wollen. »Nanda« ist aber gewiß nur eine Sanskritisierung des griechischen Menandros.

Cites (1)