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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c7.s6.11

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c7.s6.11

Language
German

c7.s6.11

Gândhîs Tätigkeit in England hat daselbst nicht nur das Interesse für das Jainatum gefördert, sondern diesem auch Anhänger erworben. Der Engländer Herbert Warren wurde von Gândhî der Religion Mahâvîras gewonnen und veröffentlichte ein kleines Buch „Jainismus in westlichem Gewande, als eine Lösung der großen Lebensrätsel“, das hauptsächlich auf Gândhîs Vorträgen beruht. Warren bekehrte noch einige andere Personen zum Jaina-Glauben, so daß am 24. August 1913 unter Assistenz des damals in England weilenden, mehrfach erwähnten Rechtsanwalts Jagmander Lal Jaini in London eine „Mahâvîra Brotherhood“ gegründet werden konnte, die einen Mittelpunkt des Jainismus im Westen bilden und die Lehren Mahâvîras verbreiten soll. Ob es der Brüderschaft, welche zur Zeit vier europäische Mitglieder (Herbert Warren, Alexander Gordon, Frau Ethel Gordon, Louis D. Sainter) zählt⁶⁵, gelingen wird, den Jaina-Idealen eine Heimstätte im Abendlande zu errichten, bleibt abzuwarten; jedenfalls zeugt es für die erstaunliche Lebensfähigkeit der jahrtausendalten Lehre der Tîrthankaras, daß sie noch heutigen Tages auf fremdem Boden gläubige Anhänger zu finden vermag.