Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c8.s2.t2.15
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c8.s2.t2.15
- Language
- German
c8.s2.t2.15
Die Schicksale Jîvandharas und der Hauptpersonen sind alle durch das Band des Karma miteinander verwoben und finden als Folgen der Taten in vergangenen Existenzen ihre Erklärung. Jîvandhara z. B. bleibt sechzehn Jahre von seinen Verwandten getrennt, weil er in einem früheren Leben einmal einen jungen Schwan sechzehn Tage von seinen Eltern ferngehalten hatte. Auch sonst spielt die Reinkarnations-Idee in der Erzählung eine große Rolle. So fällt die Prinzessin Shrîcandrâ einmal in Ohnmacht, als sie ein Taubenpärchen schnäbeln sah; sie hatte sich einer vergangenen Existenz erinnert, in welcher sie selbst eine Taube war und mit einem Täuberich in glücklicher Ehe lebte. Die Eltern lassen sich daraufhin von Shrîcandrâ alle ihre Erinnerungen an vergangene Daseinsformen erzählen, und diese von einem Künstler bildlich darstellen. Ein Tänzerpaar wird dann von ihnen damit beauftragt, mit der Leinewand die Märkte zu bereisen und die Bilder auszustellen, um den früheren Gatten zu ermitteln und wieder mit Shrîcandrâ zu vereinigen. Nandâdhya sieht das Bild, erinnert sich selber seiner früheren Existenzen und heiratet schließlich die schöne Jungfrau.