Pramāṇa · Search · About · API

Die Religion des Veda c7.s3.87

Die Religion des Veda c7.s3.87

Language
German

c7.s3.87

³ Hillebrandt (V. M. III, 107) scheint das unsicher zu finden. Ich kann die Bildung des Worts nur für besonders durchsichtig halten, mit *ákṣiti ácitti ábhūti áriṣṭi ámati* usw., mit dem als Bezeichnung eines dämonischen Wesens auftretenden *árāti* auf einer Linie stehend und auf Wurzel *dā-* „binden“ zurückgehend. Dazu paßt der Inhalt der Anrufungen, wie alsbald zu zeigen sein wird, auf das genaueste. Man beachte das Detail, daß die Göttin Aditi eine besondere Rolle in der Nähe der Geschichte von Śunaḥśepa spielt (I, 24. 1. 2. 15, vgl. v. 12. 13); der aber war *nídita* „gebunden“ (V, 2, 7). Wenn dort für den *nídita* Agni angerufen wird, die Fesseln zu lösen, und wenn sonst dieselbe Bitte um Lösung an Aditi gerichtet wird, ist wohl klar, was das *-di-* im Namen der Göttin bedeutet. So steht auch das von derselben Wurzel abgeleitete *dā́man* „Band“ genau in dem hier in Betracht kommenden Vorstellungskreis II, 28, 6; VII, 86, 5. An Wurzel *dā-* „teilen“, also „Ungeteiltheit“, „Ganzheit“ (so zuletzt Geldner, Zur Kosmogonie des Ṛv. 5) ist gewiß nicht zu denken.

Linked texts (1)