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Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s3.9.5

Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s3.9.5

Language
German

c3.s3.9.5

aber hier müssen wir uns wieder fragen, ob denn die Leute, von denen die Angabe herrührt, überhaupt daran dachten, ausserhalb der Ekliptik liegende Konstellationen vermittelst von dem Pole der Ekliptik ausgehender Kreise auf die Ekliptik zu beziehen, und ob, wenn sie daran dachten, sie im stande waren, dies mit irgend welcher Genauigkeit zu thun. Dass wir überhaupt mit dem Sternbild Śraviṣṭhās in dieser Weise operieren dürfen, ist ein weiterer zweifelhafter Punkt; denn es ist ganz klar, dass das Vedāṅga und ähnliche Texte unter ihren Nakṣatras künstliche Abteilungen der Sphäre von gleichem Umfang verstehen, und der »Anfang« eines Nakṣatra mag demnach einen ganz beträchtlichen Abstand in Länge von dem Sternbild gehabt haben. Dazu kommen dann schliesslich noch die Schwierigkeiten einer irgendwie genauen Bestimmung des Ortes des Wintersolstizes in jener alten Zeit, als sich eine wissenschaftliche Astronomie noch nicht entwickelt hatte. Ziehen wir all dies in Betracht, so können wir nicht umhin, mit WHITNEY zuzugestehen, dass die Bestimmung des Solstizes in Jyo. Ved. möglicherweise ein halbes Jahrtausend früher oder ein halbes Jahrtausend später gemacht sein worden mag als im 12. vorchristlichen Jahrhundert.