Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s7.2
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s7.2
- Language
- German
c33.s7.2
Das Brennen (*agni*, *agnikarman*) ist noch wirksamer als das Ätzen, insofern als es Leiden heilt, die durch Arzneien, Instrumente und Ätzmittel nicht heilbar sind und die damit geheilten Leiden nicht wiederkehren. Besonders indicirt ist es bei Geschwülsten, Fisteln, Hodenanschwellung, Elephantiasis, geschwollenen Drüsen, Hautmalen, schlimmen Wunden oder Geschwüren, Ophthalmie, Kopfweh, Hämorrhoiden und anderen Leiden. Nicht nur mit Brenneisen von verschiedener Form (*śalākā*, *sūcī*, *jāmbavauṣṭha*), sondern auch mit zur Siedhitze gebrachten Flüssigkeiten wie Honig, Sirup, Öl, Fett, Wachs, mit heissem Kuhmist und anderen heissen Gegenständen kann das Brennen bewirkt werden. Der Arzt soll den Kranken so lange brennen, bis die richtige Wirkung eingetreten ist, bestehend in einem Geräusch (Knistern) an der gebrannten Stelle, hässlichem Geruch und Einschrumpfen der Haut. Nachher streicht man Honig und zerlassene Butter darauf, weiterhin andere Salben und Pflaster (Su. 1, 12; S. 1, 40; A. 1, 30).
Linked texts (2)
- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit
- Aṣṭāṅgahṛdayasaṃhitā — Vāgbhaṭa, Sanskrit