Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s7.4
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s7.4
- Language
- German
c33.s7.4
Das Schröpfen ist auch ein mildes Verfahren. Man benützt dazu ein Kuhhorn, an dessen Spitze ein Stückchen Tuch festgebunden wird, oder einen hohlen Flaschenkürbis, in den ein brennender Docht gesetzt wird. Zunächst werden kleine Einschnitte in die Haut gemacht (*pracchana*), dann setzt man das breite Ende des Horns auf die Haut und saugt an der offenen Spitze des Horns, um die Luft zu verdünnen, worauf man die Spitze mit dem Tuch zudeckt. Bei dem Flaschenkürbis geschieht die Luftverdünnung vor der Ansetzung durch den brennenden Docht (Su. 1, 13; S. A. l. c.). Auch von dem blossen Scarificiren (*lekhana*, *pracchāna*) ohne Sauginstrumente ist häufig die Rede, über die dadurch zu heilenden Leiden s. § 27.
Linked texts (1)
- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit