Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s3.7
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s3.7
- Language
- German
c35.s3.7
Gegen *upaviṣṭaka* und *nāgodara* verordnet C. 4, 8, 22—4 Butterabkochungen, gegen *nāgodara* auch Milch, unreif abgegangene Embryonen und Stoffe, die das Wachstum des Fötus bewirken, ferner öfteres Fahren. Gegen *līna* empfiehlt er den Genuss von Brühen von dem Fleisch von Falken, Fischen, Bos gavaeus, Rebhühnern, Hähnen oder Pfauen mit Butter u. s. w., ferner Salbung des Körpers mit lauwarmem Öl. Ähnliche Verordnungen geben S. 2, 4, 215 f. und A. 2, 2, 17—22. Die Embryonen sollen nach Ar. so zubereitet sein, dass sie beim Genuss keinen Ekel verursachen; das Fahren soll zur Erschütterung der Körpers dienen. Nach Su. 3, 10, 51 kann die Erschütterung des Körpers bei einem über die Zeit hinaus im Mutterleib gebliebenen Fötus auch durch Stossen mit dem Mörserkolben in einem mit Getreide angefüllten Mörser (vgl. § 42) oder durch unbequemes Sitzen bewirkt werden. Bei einem durch dämonischen Einfluss verschwundenen Fötus ist ebenso wie bei *līna* und *nagodara* zu verfahren.
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