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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c11: Yuddha-Kâṇḍa

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c11

Language
German

Yuddha-Kâṇḍa

c11.1

1. Râma dankt dem Hanumat und umarmt ihn. Doch er verzweifelt bei dem Gedanken an die Schwierigkeit, über den Ocean zu gelangen. 2. Sugrîva spricht ihm Mut ein und rät, eine Brücke nach Laṅkâ zu schlagen, weil sonst Râv. nicht angegriffen werden könne.

c11.2

3. Auf R.'s Aufforderung beschreibt H. Lankâ, die Befestigung und Verteidigung der Stadt. Die Haupthelden der Affen würden sie allein bezwingen. Drum möge er sofort den Befehl zum Aufbruch geben. 4. R. bittet Su., dass das Heer sich marschfertig mache, und giebt selbst die Marschordnung an. Darauf bricht das ungeheure Heer in der vorgeschriebenen Ordnung nach Süden auf. L. schildert R. die günstigen Zeichen. Zug der Affen über den Sahya und Malaya. Das Heer lagert sich am Meeresstrand. 5. R.'s Klagen vor H.

c11.3

6. Nach der durch H. angerichteten Verwüstung beruft Râvaṇa die Râkshasa zu einer Beratung wegen der drohenden Gefahr. 7. Die Râkshasa rühmen Râv.'s frühere Thaten; er würde schon allein R. vernichten können, oder Indrajit würde es thun. 8. Prahlerische Reden des Prahasta, Durmukha, Vajradamṣṭra, Nikumbha und Vajrahanu. 9. Die vornehmsten Râkshasa (ihre Namen) ergreifen die Waffen. Vibhîṣaṇa aber nötigt sie wieder auf ihre Sitze und rät dann, S. dem R. gütlich wieder zu geben. Die Versammlung wird entlassen. 10. In dem am Morgen versammelten Rate sagt Vibhîṣaṇa, dass seit dem Raube der S. bedenkliche Unglückszeichen sich mehrten. 11. In feierlichem Aufzug begiebt sich Râv. in die Sabhâ und lässt die Râkshasa herbeirufen. Diese kommen und setzen sich im Saale. 12. Râv. lässt die wachthabenden Truppen durch Prahasta zur Wachsamkeit ermahnen. Jetzt da Kumbhakarṇa erwacht sei von seinem 6monatlichen Schlafe, wolle er mit ihnen Rat halten. Er erzählt, wie er vergeblich um Sîtâ's Liebe geworben habe. Sie möchten beraten, wie R. und L. getötet werden könnten, ohne dass S. ausgeliefert würde. Kumbhakarṇa tadelte ihn, dass er sie zum Rat in einer beschlossenen Sache auffordere, verspricht dann aber seine Hülfe im Kampfe gegen Râma. 13. Mahâpârçva rät dem Râv., die S. zu zwingen; Kumbhakarṇa und Indrajit wären im Stande, alle Feinde abzuwehren. Râv. erwiedert, dass er einst die Punjikasthalâ entehrt habe, worauf ihm der Schöpfer geflucht habe, er würde sofort sterben, wenn er ein Weib notzüchtige. Râma kenne seine Kraft, darum wage er, ihn anzugreifen. 14. Vibhîṣaṇa rät, S. zurückzugeben. Prahasta sagt, sie fürchteten sich vor keinem Gegner. Worauf Vi. nochmals eindringlich Râma als unbezwingbaren Gegner schildert und seine Mahnung wiederholt. 15. Indrajit schilt Vibhîṣaṇa einen Feigling, dieser jenen einen thörichten Knaben, der nicht zum Rate zugelassen werden dürfte. 16. Râv., aufgebracht über Vibhîṣaṇa's Rat, beschuldigt ihn der unter Verwandten üblichen Missgunst. Jeder andere hätte für solche Worte den Tod verdient: er schände sein Geschlecht. Vibhîṣaṇa fliegt mit 4 Râkshasa in die Luft und ruft Râv. ernste Trennungsworte zu.

c11.4

17. Vibhîṣaṇa langt am Meeresstrande an. Erschreckt greifen die Affen zu den Waffen. Doch Vi. sagt, wer er sei, weshalb er sich mit Râv. entzweit habe, und dass er sich in R.'s Schutz begeben wolle. Su.

c11.5

teilt dies dem R. mit und rät, den Vibhīshaṇa als Feind und Spion zu töten. R. fordert die Affen zur Beratung auf. Angada, Çarabha, Jâmbavat und Mainda sprechen ihre Ansicht aus. Zuletzt spricht H. und zwar für die Aufnahme Vibhīshaṇa's. 18. R.'s Ansicht. Su.'s Erwiderung. R.'s Entgegnung. Su.'s Antwort. R. erwiedert, es sei seine Pflicht, Schutzsuchende zu schützen, drum willfahre er Vibhīshaṇa's Bitte. 19. Letzterer trägt seine Bitte dem R. vor. Dieser lässt sich von ihm die Streitkräfte der Râkshasa angeben und verspricht ihm die Herrschaft nach dem Siege. R. lässt ihn sofort weihen.

c11.6

Vibhīshaṇa befragt, wie das Heer über den Ocean gelangen könne, rät Râma, er solle den Ocean, seinen Verwandten, durch dharná zwingen, ihm zu helfen. R. willigte ein und begiebt sich zum Ocean.

c11.7

20. Çardûla, ein Spion, kehrt zu Râv. zurück und berichtet über R.'s Heer. Râv. schickt seinen Neffen Çuka, um Su. von R. abfällig zu machen. Als Çuka in Vogelgestalt über den Affen erscheint, wird er von diesen ergriffen und misshandelt, aber auf R.'s Fürsprache losgelassen. Er richtet seine Botschaft aus. Su.'s drohende Antwort an Râv. Auf Angada's Rat wird Çuka von den Affen ergriffen, misshandelt und gefesselt, aber auf R.'s Geheiss losgelassen.

c11.8

21. Drei Tage liegt R. am Strande, doch Sâgara zeigt sich nicht. Da wird er zornig und schiesst seine Pfeile ins Meer, das in gewaltige Aufregung gerät. 22. R. legt die Brahma-Waffe auf. Alles gerät in die höchste Erregung. Da zeigte sich Sâgara und verspricht, seinen Wunsch zu erfüllen. Der aufgelegte Pfeil wird nach drumakulya abgeschossen, das nun sein Wasser verliert: Maru. Sâgara fährt fort: Nala, des Viçakarman Sohn, werde die Brücke bauen. Dann verschwindet er. Nala verspricht, die Brücke zu bauen. Auf R.'s Befehl bringen die Affen Bäume, Felsen und Berge herbei. Nach einigen Tagen ist die Brücke fertig und das ganze Heer zieht hinüber.

c11.9

23. Schreckliche Zeichen verkünden den bevorstehenden Kampf. R. zieht gegen Lankâ. 24. Man hört den Lärm der Râkshasa; die Affen antworten mit Gebrüll. Râma erblickt Lankâ und ordnet sein Heer. Çuka wird entlassen und berichtet dem Râv., dass die Affen über das Meer gesetzt seien. Râv. entbrennt in Kampflust. 25. Râv. schickt Çuka und Sâraṇa als Spione aus. Dieselben werden von Vibhīshaṇa ergriffen, aber von R. freigelassen. Beide berichten dem Râv. über die Stärke der feindlichen Helden. 26. Râv. antwortet dem Sâraṇa. Dann steigt er auf den Palast und lässt sich von Sâraṇa die Hauptheerführer der Feinde zeigen. 27. Dieser zählt dieselben auf und nennt noch einige andere Heerführer. 28. Çuka nennt die Haupthelden und die Zahl der Truppen. 29. Râv. schilt die beiden wegen ihrer Sympathie mit den Feinden und verjagt sie. Dann schickt er andere Spione unter Çardûla. Diese werden von Vibhīshaṇa gefangen, aber von R. frei gelassen. 30. Çardûla berichtet dem Râvaṇa, wie es ihm ergangen, und zählt die Haupthelden der Feinde auf.

c11.10

31. Da berät sich Râv. mit seinen Räten und entlässt sie. Dann lässt er von Vidyujjihva R.'s Haupt und Bogen hervorzaubern und begiebt sich zu S. Er erzählt ihr, dass in der Nacht Prahasta die Feinde überrascht, R. und viele andere getödet habe. Zum Beweise zeigt er R.'s Haupt und Bogen. 32. Klagen der S. (1–32). Râv. wird zum Rat gerufen und befiehlt, das Heer zusammen zu trommeln. 33. Saramâ tröstet Sitâ; sie erklärt ihr den Betrug Râvapa's. 34. Saramâ geht auf Bitten der S., um Râv.'s Thun auszukundschaften. Sie berichtet über die vergeblichen Versuche der Mutter und des ältesten Ministers Râv.'s, ihn zur Rückgabe der S. zu bestimmen. 35. Râv. in der Versammlung. Mâlyavat rät zum Nachgeben. Sie hätten das Recht gegen sich. Schreckliche Zeichen geschehen. 36. Râv.'s zornige Erwiederung. Er ordnet die Besetzung der Thore an.

c11.11

37. Im Rate erzählt Vibhîshaṇa, dass vier seiner Räte in Vogelgestalt die Aufstellung der Feinde ausgekundschaftet hätten. R. stellt sein Heer auf und beschliesst, den Suvela zu besteigen. 38. Mit Vibhîshaṇa und Su. besteigt R., von L. begleitet, den Suvela. Sie sehen Lankâ aus der Höhe, und die Affen sehen, wie eine 2. Mauer gemacht wird. Dort bleiben sie die Nacht. 39. Sie sehen am Morgen von dort Lankâ mit seinen Wäldern und Hainen. Sie sehen die Stadt Lankâ auf dem Gipfel des Trikûṭa. 40. R. und Su. besteigen den Suvela und sehen die Stadt Lankâ. Auf einem Thore steht Râv. Su. springt oder fliegt dahin. Zwischen beiden entsteht ein Ringen. Um Râv.'s Zauberkunst zu entgehen, fliegt Su. davon. 41. R. macht ihm Vorwürfe. Dann befiehlt er dem L., das Heer lagern zu lassen; er beschreibt die Unglückszeichen. Vom Berge herabgestiegen, ordnet er sein Heer vor den Thoren (wie oben) und entsendet Angada zu Râv. mit der Aufforderung zur Unterwerfung oder zum Kampfe. Angada richtet dieselbe aus, wird von den Râkshasa ergriffen, fliegt aber davon und kehrt zurück. Susheṇa macht die Runde um die Thore.

c11.12

42. Als dem Râv. verkündet wird, dass Lankâ von den Affen umzingelt sei, gerät er in Wut (hier wird eine andere Aufstellung der Affen angegeben, als oben, 37. Gesang). Er giebt den Befehl zu einem allgemeinen Ausfall. Es erfolgt eine Schlacht. 43. Die Râkshasa machen einen Ausfall. Eine Reihe von Einzelkämpfen ihrer Haupthelden mit denen der Affen. Einige Râkshasa fallen (Pratapana verliert seine Augen. Agniketu, Raçmiketu, Mitraghna und Yajnakopa. Vajramushṭi? Nikumbha. Vidyunmâlin.) 44. Der Kampf wird in der Nacht fortgesetzt. R. schlägt seine Angreifer in die Flucht. Angada besiegt den Indrajit, der dann, sich unsichtbar machend, R. und L. durch den Pfeilzauber bindet. 45. R. schickt 10 Affen aus, um den Indrajit zu suchen.

c11.13

Doch dieser bleibt unsichtbar und bedrängt R. und L. mit seinen Pfeilen. Mit zahlreichen Wunden bedeckt, stürzen beide regungslos zu Boden. 46. Die vornehmsten Affen umstehen klagend das gefallene Paar. Nur von Vibhīṣaṇa gesehn, schiesst Indrajit seine Pfeile und verwundet die Affenführer. Dann zieht er sich laut prahlend nach Laṅkā zurück. Vibhīṣaṇa tröstet Su. und ermutigt dann die Truppen. Indrajit aber kehrt in die Stadt zurück und erzählt seinem Vater, was er getan habe. 47. Die Affen halten um die beiden Gefallenen Wache.

c11.14

Rāv. lässt durch Rākṣasinnen der Sītā den Fall der Brüder melden und lässt sie selbst mit der Trijaṭā im Puṣpaka dahin führen, wo sie die Brüder erblickt. 48. S. sagt: Alle Weissagungen seien widerlegt. Dann erhebt sie Klagen. Trijaṭā tröstet sie: R. könne nicht tot sein, er sei nur bewegungslos. Darauf kehren sie in den Açokahain zurück.

c11.15

49. R. gewinnt die Besinnung wieder und klagt wegen L. Dann fordert er Su. und die Affen auf, heimzukehren. Da kommt eilends Vibhīṣaṇa herbei und die Affen fliehen, ihn für Indrajit haltend. 50. Su. wundert sich über die Flucht der Affen. Aṅgada weist ihn auf die Gefallenen hin. Auf Su.'s Befehl veranlasst Jāmbavat die Affen zur Umkehr. Vibhīṣaṇa beklagt R. und L. Sugrīva tröstet ihn: er würde Rāv. besiegen. Suṣeṇa sagt, das sei unmöglich, aber es gäbe zwei wunderbare Heilkräuter auf den Bergen Candra und Dropa, die solle H. holen. — Da kommt Garuḍa, heilt R. und L. vom Pfeilzauber und verabschiedet sich. Im Heere erhebt sich ein Freudenlärm.

c11.16

51. Als Rāv. den Lärm hört, lässt er die Ursache ausfindig machen. Er gerät in grossen Zorn und schickt Dhūmrākṣa aus. Diesem erscheinen schreckliche Zeichen, als er durch das westliche Thor gegen H. zieht. 52. Furchtbares Handgemenge zwischen der Rākṣasa und Affen. Dhūmrākṣa greift H. an, der dessen Wagen mit einem Felsblock zertrümmert und die Rākṣasa in die Flucht schlägt. Dann stürzt sich Dhūmrākṣa mit seiner Keule auf H., der ihn mit einem Felsblock zerschmettert. Die Rākṣasa ziehen sich nach Laṅkā zurück.

c11.17

53. Auf Rāv.'s Geheiss zieht Vajradaṃṣṭra aus dem südlichen Thor gegen Aṅgada. Unglückszeichen. Furchtbare Schlacht, in der Aṅgada viele Rākṣasa tötet. 54. Fortsetzung der Schlacht; die Rākṣasa werden geschlagen. Zweikampf zwischen Aṅgada und Vajradaṃṣṭra, in welchem letzterer unterliegt. Die Rākṣasa ziehen sich zurück.

c11.18

55. Dann zieht Akampana aus unter Unglückszeichen. Furchtbarer Kampf in undurchdringlichen Staubwolken. 56. Vor dem Ansturm Akampana's fliehen die Affen, sammeln sich aber um den zu Hülfe eilenden H. Zwischen beiden entspinnt sich ein Zweikampf, der mit Akampana's Tode endigt, Die Rākṣasa fliehen, die Affen aber preisen H.

c11.19

57. Am frühen Morgen macht Râv. die Runde bei den Truppen und fordert den Befehlshaber Prahasta auf, gegen den Feind zu ziehen. Dieser willigt ein, giebt den Befehl zum Aufbruch und zieht unter Unglückszeichen zum östlichen Thore hinaus mit seinen Räten Narântaka, Kumbhahanu, Mahânâda und Samunnata. 58. R. erfährt von Vibhîshaṇa, wer Prahasta ist. Allgemeiner Kampf. Prahasta's 4 Räte fallen. Er selbst schlägt die Affen zurück, bis Nila sich ihm entgegenstellt. Es entsteht ein Zweikampf zwischen Beiden, in dem Prahasta unterliegt. Das Heer der Râkshasa flieht nach Lankâ zurück.

c11.20

59. Nachdem Râv. Truppen zur Verteidigung der Thore angewiesen, zieht er mit seinem Heere aus der Stadt. R. lässt sich von Vi. die Haupthelden nennen. Râv. schlägt mehrere Hauptgegner zurück. L. bittet R. um Erlaubnis, mit Râv. kämpfen zu dürfen. Es erfolgt ein Zweikampf zwischen ihnen. Zuletzt wird L. von einer Lanze durchbohrt, Râv. aber durch einen Faustschlag betäubt. H. bringt L. zu R. Darauf greift R., von H. getragen, den Râv. an, entwaffnet ihn und schickt ihn nach Lankâ zurück.

c11.21

60. Râv. giebt Befehl, den Kumbhakarṇa zu wecken. Nach langem Bemühen gelingt es endlich den Râkshasa. Auf Râv.'s Wunsch begibt sich der schreckliche Riese zu ihm.

c11.22

61. Von R. befragt erzählt Vi. wer der Riese sei; dass er, von Prajâpati verflucht, 6 Monate schlafe und einen Tag wache. Râma giebt Befehl, dass die Truppen vor den Thoren gerüstet bleiben.

c11.23

62. Kumbhakarṇa kommt zu Râv., von dem er die Lage der Dinge erfährt. 63. Kumbhakarṇa macht ihm Vorwürfe, dass er früher guten Rat in den Wind geschlagen habe. Râv. sagt, er fordere Hülfe, nicht Belehrung. Kumbh. verspricht die Feinde zu vernichten. Er würde selbst die Götter besiegen können. 64. Mahodara belehrt Kumbh. über *niti* und schlägt dem Râv. vor, sie wollten R. bekämpfen. Sollten sie ihn nicht besiegen, so solle er doch den Sieg feiern, S. dadurch täuschen und für sich gewinnen. 65. Kumbh. schilt den Mahodara und bittet Râv., allein gegen die Feinde ziehen zu dürfen. Er bewaffnet sich mit seinem Çûla, und Râv. schmückt ihn. Dann zieht der furchtbare Riese gegen die Feinde aus. 66. Die Affen fliehen erschreckt, als sie Kumbh. erblicken, doch Angada führt sie in die Schlacht zurück. Sie werden besiegt und fliehen. Nur mit Mühe gelingt es Angada, sie zum Standhalten zu bringen. 67. Kumbh. vernichtet zahlreiche Affen. Verschiedene Einzelkämpfe mit Führern. So mit Sugriva, der betäubt durch einen Schlag von ihm im Triumph in die Stadt getragen wird, aber zu sich gekommen ihm Nase und Ohren abschneidet und davon fliegt. Kumbh. verschlingt nun scharenweise die Affen, bis sich L. ihm kämpfend in den Weg stellt. Den fragt er nach R., und als er ihm gezeigt wird, stürzt er sich auf ihn. R. verwundet ihn mit seinen Pfeilen und entwaffnet ihn. Auf R.'s Rat bedecken die Affen Kumbhakarṇa's Leib, aber er schüttelt sie ab. R. schiesst mit seinen göttlichen Pfeilen ihm die Arme, die Beine, zuletzt den Kopf ab. Siegesfreude. 68. Râv.'s Klagen über Kumbhakarṇa's Tod.

c11.24

69. Triçira's tröstet Râv. und zieht mit Narântaka, Devântaka und Atikâya, Râv.'s Söhnen, begleitet von Yuddhonmatta (Mahodara) und Matta (Mahâpârçva), Râv.'s Brüdern, in den Kampf. Es erfolgt ein furchtbares Gemetzel zwischen Affen und Riesen. Narântaka wütet in der Schlacht. Da zieht, von Su. geschickt, Angada gegen ihn und tötet ihn im Zweikampfe. (70?) Triçiras, Devântaka und Mahodara stürzen sich auf Angada, dem schliesslich H. und Nita zu Hülfe kommen. Nila tötet den Devântaka, und als sich Mahodara gegen ihn wendet, auch diesen. Dann kämpft H. mit Triçiras, Râv.'s Sohn, und schlägt ihm mit dem Schwerte die drei Häupter ab. Dann stürzt sich Matta (Mahâpârçva) Râvaṇa's Bruder, auf Rishabha, der ihn aber nach längerem Kampfe tötet. 71. Nun zieht Atikâya zu Felde. Vi. sagt dem Râma, dass jener der Sohn Râvaṇa's mit Dhânyamâlinî sei; ihm könnten die Affen nicht standhalten. L. stellt sich ihm entgegen. Sie kämpfen erst mit gewöhnlichen, dann mit göttlichen Waffen; zuletzt benutzt L. auf Vâyu's Rat die Brahma-Waffe, mit der er den Atikâya enthauptet.

c11.25

72. Râv. beklagt alle seine Verluste und befiehlt alsdann, strenge über die Verteidigung zu wachen. 73. Râkshasa melden dem Râv. den Tod seiner Brüder und Söhne. Indrajit verspricht, den R. und L. zu töten. Er zieht in die Schlacht. Râv. opfert dem Agni und beopfert die Waffen Indrajit's. Dieser tötet massenhaft gewöhnliche Affen und verwundet die Haupthelden. Sich unsichtbar machend, überschüttet er alle mit seinen Geschossen; so bedrängt er auch R. und L. und verkündet zurückgekehrt dem Râv. seine Thaten.

c11.26

74. Während der Nacht machen Vi. und H. die Runde auf dem Schlachtfeld, um den Verwundeten beizustehen. Sie finden Jâmbavat, der H. auffordert, vom Kailâsa die 4. Heilkräuter zu holen. Er fliegt dorthin, aber die Kräuter verbergen sich. Da nimmt er den ganzen Berggipfel mit. Durch den Duft der Kräuter werden alle Verwundeten, R. und L. wieder geheilt. H. schafft den Berg wieder an seine Stelle

c11.27

75. Auf Su.'s Rat legen die Affen nach Sonnenuntergang Feuer an die Häuser von Lankâ. Während alles in Flammen steht, vernichtet R. mit seinen Pfeilen das Gopura. Die Affen sammeln sich vor dem Thor mit ihren Feuerbränden. Die Haupthelden der Râkshasa: Kumbha, Nikumbha (Kumbhakarṇa's Söhne), Yûpâksha, Çoṇitâksha, Prajangha und Kampana ziehen in die Schlacht auf Râv.'s Geheiss. Es wird mit grosser Erbitterung gekämpft. 76. Angada besiegt den Kampana, dann kämpft er mit Çoṇitâksha. Darauf stürzen Prajangha und Yûpâksha auf ihn, dem sich Mainda und Dvidiva zugesellen. Es entsteht zwischen diesen drei Paaren ein heftiger Kampf, in dem zuletzt Prajangha von Angada, die beiden andern von Mainda und Dvivida getötet werden. Darauf tritt Kumbha in den Kampf ein und überwindet Angada. Da kommen ihm auf R.'s Befehl Jâmbavat, Susheṇa und Vegadarçin zu Hülfe, vermögen aber nichts gegen Kumbha. Zuletzt stellt sich Su. dem Gegner entgegen und nach langem Zweikampf gelingt es ihm, ihn zu töten. 78. Râv. schickt Makarâksha, Khara's Sohn, gegen die Feinde, mit grosser Heeresbegleitung, unter unglücklichen Vorzeichen. 79. R. erlegt den Makarâksha im Zweikampf.

c11.28

80. Râv. fordert Indrajit auf zum Kampfe gegen Râma. Er bringt ein Opfer dar und besteigt den Wagen, auf dem er unsichtbar ins Feld zieht. Er überschüttet Alle, namentlich R. und L., mit seinen Pfeilen. 81. Er kehrt in die Stadt zurück und kommt aus dem w. Thore mit einer hervorgezauberten Sîtâ auf seinem Wagen wieder heraus. Diese misshandelt und enthauptet er vor den Augen L., H.'s und der Affen. 82. H. versucht vergeblich, Indrajit mit einem Fels zu erschlagen. Nach längerem Kampfe lässt er das Heer sich zurückziehen. 83. R. schickt Jâmbavat mit seinem Heere dem H. zu Hülfe. Dieser kommt selbst und berichtet die Ermordung der Sîtâ. R. stürzt zu Boden, L. fängt ihn auf, hält eine gottlose Rede und tröstet ihn.

c11.29

84. Vi. kommt herbei und klärt den Sachverhalt mit Sîtâ auf. Jetzt opfere Indrajit in der Nikumbhilâ, wodurch er unbesiegbar würde L. solle ihn in seinem Zauberwerke stören. 85. Da R. ihn nicht recht verstanden, sagt Vibhishaṇa, dass die Posten ausgestellt seien, und wiederholt dann das über Indrajit's Opfer gesagte. Auf R.'s Befehl ziehen L., H. und Vi. mit grossem Heere zur Nikumbhilâ. 86. Auf Vi.'s Rat überfällt L. mit den Seinigen das feindliche Herr und bringt es in Verwirrung. Indrajit kommt zu Hülfe. Er wendet sich gegen L. Vi. zeigt dem L. den Indrajit. 87. Vi. zeigt dem L. die Opferstätte Indrajit's, und als dieser herbeikommt, fordert er L. zum Kampfe auf. Indrajit wirft Vi. seinen Abfall vor; Vi. antwortet. 88. Nachdem sie einige Worte gewechselt, beginnen Indrajit und L. den Zweikampf, der lange dauert, obschon beide die Rüstung verlieren. 89. Vi. feuert die Affen und Bären zum Kampfe gegen die Râkshasa an. Liste der bereits gefallenen Râkshasa (v 10—14). L. und Indrajit kämpfen weiter. L. tötet Indrajit's Wagenlenker, und 4 Affen die Pferde desselben. 90. Während die beiden Heere handgemein sind, geht Indrajit in die Stadt und kehrt mit neuem Wagen in die Schlacht zurück. R. tötet den Wagenlenker, Vi. die Pferde desselben. Indr. und L. kämpfen mit göttlichen Waffen. Indrajit fällt. Flucht der Râkshasa, Triumph Lakshmaṇa's etc.

c11.30

91. Râma begrüsst L. nach dem Siege. Susheṇa heilt L. von seinen Wunden mit dem Wunderkraut und ebenso alle verwundeten Affen. 92. Râv. jammert über den Tod seines Sohnes und verlangt, Rache an den Feinden zu nehmen. Er eilt in den Açokahain, um Sitâ zu ermorden, steht aber auf Supârçva's Rat von seinem Plane ab. 93. Râv. schickt sein Heer in die Schlacht, R. richtet ein grosses Blutbad in ihm an. 94. Die Râkshasinnen jammern über den Verlust ihrer Angehörigen und klagen laut Râv. an. 95. Râv. fordert Mahodara, Mahâpârçva und Virûpâksha auf, das Heer gegen die Feinde zu führen; er würde Rache für die Gefallenen nehmen. Auf prächtigem Wagen an der Spitze eines ungeheuren Heeres zieht er hinaus gegen R. und und L. trotz zahlreicher Unglückszeichen, und richtet ein grosses Blutbad unter den Affen an.

c11.31

96. Unterdessen wütet Su. gegen die Râkshasa und gerät in Kampf mit Virûpâksha, dem er die Schläfe zerschmettert. 97. Râv. schickt Mahodara in die Schlacht. Su. kämpft mit ihm und schlägt ihm zuletzt das Haupt ab. 98. Danach gerät Mahâpârçva in Kampf mit Angada, der ihn nach längerem Streit durch einen Faustschlag auf die Brust tötet.

c11.32

99. Nun tritt Râv. auf. Nachdem er L.'s Angriff zurückgeschlagen, bekämpfen er und Râma sich mit Pfeilen. 100. Sie fahren fort mit, göttlichen Waffen zu streiten. L. mischt sich in den Kampf und schützt Vi. vor Râv.'s Angriff. Doch wird er selbst von ihm mit einer Lanze durchbohrt. R. überlässt seinen Bruder dem H. und Su., er selbst habe jetzt seiner grossen Aufgabe allein zu gedenken und seinen Hauptgegner endlich zu töten. 101. R. ergeht sich vor Susheṇa in Klagen über L.'s Tod. Susheṇa sucht ihn zu trösten, L. sei nicht tot. Er fordert H. auf, die 4 Heilkräuter vom südlichen Gipfel zu bringen. H. bringt, da er die Kräuter nicht erkennt, den ganzen Berg und Susheṇa heilt mit den Kräutern L., der den R. auffordert Râv. zu töten. 102. Als die Götter sahen, dass R. zu Fusse gegen Râv. auf seinem Wagen kämpfte, baten sie Indra, ihm zu helfen. Dieser schickt ihm Mâtali mit seinem Wagen, auf dem allerlei Waffen sind. R. besteigt Indra's Wagen und bekämpft auf's neue Râv. Der aber setzt ihm und Indra's Gefährt arg mit seinen Geschossen zu, so dass die Götter selbst in Furcht und Râma in gewaltigen Zorn geraten. Râv. schleudert seinen furchtbaren Çûla gegen R., doch dieser vernichtet denselben mit Indra's Lanze. 103. Sie fahren fort sich mit Pfeilen zu beschiessen. R. droht Râv. und bedrängt ihn dann so mit seinen Geschossen, dass Râv.'s Wagenlenker eiligst den Wagen aus der Schlacht zurückführt. 104. Râv. schilt seinen Wagenlenker wegen seiner feigen Flucht. Derselbe entschuldigt sich und kehrt auf Râv.'s Geheiss wieder um. 105. Da kommt Agastya und übergiebt R. einen Hymnus an die Sonne. R. betet mit diesem Hymnus zur Sonne. 106. R. fährt auf seinem Wagen gegen Râv. Dieser nähert sich auf dem seinigen. Dem Râv. zeigen sich unglückliche Omina, dem R. glückliche. 107. R. und Râv. überschütten sich mit Pfeilen und anderen Geschossen. Die Götter schauen dem furchtbaren Kampfe zu, in dem R. keinen Schaden leidet. Vergeblich schiesst er dem Râv. einen Kopf um den anderen ab, immer wächst ein neuer hervor. So dauert der Kampf Tag und Nacht. 108. Auf Mâtali's Aufforderung wendet R. die Brahma-Waffe an und durchbohrt mit ihr Râv.'s Herz. Beim Fall Râv.'s Freude der Affen, Flucht der Râkshasa. Die Götter preisen Râma.

c11.33

109. Vibhîshaṇa betrauert seinen gefallenen Bruder. R. tröstet ihn und ordnet Râvaṇa's feierliche Bestattung an. 110. Klagen der Râkshasinnen bei der Leiche. 111. Klagen der Maṇḍodarî (Râv.'s Hauptgemahlin). Feierliche Bestattung Râvaṇa's. 112. Nachdem die Götter sich entfernt, entlässt R. den Mâtali mit Indra's Wagen und lässt dann Vibhîshaṇa in Laṅkâ feierlich weihen. Den H. schickt er mit einer Botschaft zu Sîtâ.

c11.34

113. H. richtet die Botschaft aus. Freude der Sîtâ. H. will die Râkshasinnen töten. Sîtâ hindert es. S.'s Wunsch, den R. zu sehn. H. sagt, er würde bald in Erfüllung gehen. 114. R. lässt durch Vibhîshaṇa die Sîtâ herbeiführen und verbietet letzterem, die zusehenden Affen fort zu schicken. So trifft Sîtâ ihren Gatten wieder. 115. R. verkündet ihr seinen Sieg und verstösst sie dann. 116. Sîtâ's Antwort. Sie bittet L., einen Scheiterhaufen herzurichten, und stürzt sich vor aller Augen ins Feuer. 117. Die Götter erscheinen und verherrlichen Râma als Viṣṇu. 118. Da erhebt sich Agni aus dem Feuer und übergiebt dem Râma die Sîtâ. Er erklärt, nie selbst an ihrer Reinheit gezweifelt zu haben.

c11.35

119. Çiva preist R. Daçaratha erscheint, begrüsst und ermahnt ihn zum Guten. 120. Indra willfährt R.'s Bitte, dass alle gefallenen Affen das Leben wieder erlangen sollten. Nachdem die Götter R. aufgefordert, nach Ayodhyâ zurückzugehen, kehren sie in den Himmel zurück. 121. R. lehnt ab, von Vi. bewirtet zu werden, nimmt aber den angebotenen Wagen Pushpaka zur Heimfahrt an. 122. Auf R.'s Aufforderung teilt Vibhîshaṇa Schätze an die Affen aus. Dann besteigt R. mit den Seinigen das Pushpaka und entlässt die Affen. Diese aber bitten, mitgehen zu dürfen. Sie thuen es mit R.'s Einwilligung.

c11.36

123. Während Pushpaka's Flug durch die Luft zeigt Râma der Sîtâ die denkwürdigen Stätten ihres Zuges. In Kiṣkindhâ werden auf Sîtâ's Bitte die Affenfrauen aufgenommen. So geht die Fahrt weiter nach Ayodhyâ. 124. Besuch bei Bharadvâja, auf dessen Geheiss 3 Meilen um Ayodhyâ Fruchtbäume an den Wegen entstehen. 125. Râma schickt H. als Boten zu Guha und Bharata. Letzteren trifft er in dem Haine von Nandigrâma. Bh.'s Freude über die frohe Botschaft. 126. H. erzählt ihm R.'s Thaten. 127. Von Bh. beauftragt lässt Çatrughna die Stadt schmücken. Die Städter, Bharata und Çatrughna, die Mütter ziehen Râma entgegen und werden nach einer Weile seiner auf dem Pushpaka ansichtig. R. nimmt sie auf das Pushpaka. Gegenseitige Begrüssung. Bh. übergiebt in seiner Einsiedelei dem R. die Herrschaft. R. entlässt das Pushpaka zu Kubera. 128. Feierliche Königsweihe Râma's. Beschenkung des Volkes und der Gäste. Entlassung der Affen und Vibhîshaṇa's. Segen der Herrschaft Râma's. (phalastuti.)

c11.37

[In B ist C 101 zu drei Gsängen erweitert B. 82–84. In denselben ist die Darstellung überall unbeholfen und beinahe albern, die Sprache hölzern. Flickwörter; tu, hi, vai etc. werden vielfach missbraucht, und auch die Verwendung von Verbalcomposita, statt der Simplicia, verrät den ungeschickten Dichter späterer Zeit. Es finden sich folgende metrische Fehler: v. 85 ânayitum sa Saumitrer, v. 94 moktu(m) kâmam Vâyusutah, v. 103 Pancavaṭisampsthite ca, v. 116 hâ Râma, tâta Lakshmaṇa, v. 118 dhig amâtyam yena kulam, v. 133 uvâca caiva Mârutim.

c11.38

82. R. gerät in Verzweifelung, da er L. durch die Lanze getötet glaubt. Su. tröstet ihn. Der Arzt Susheṇa constatirt, dass das Leben noch nicht von L. gewichen sei, und rät, das Wunderkraut vom Gandhamâdana zu holen. H. verspricht, es herbeizuschaffen. Nachdem ihm Sugriva und Susheṇa Warnungen auf den Weg mitgegeben, fliegt er durch die Luft davon. Râvaṇa bemerkt ihn und schickt ihm den Kâlanemi nach, damit dieser als Büsser verkleidet ihm in einer hervorgezauberten Einsiedelei den Untergang bereite. Als H. über Nandigrâma dahin fliegt, will ihn Bharata mit einem Pfeile niederstrecken. Da giebt er sich und den Zweck seiner Reise zu erkennen und erzählt R.'s Erlebnisse. Endlich entlassen gelangt er zu der Einsiedelei, wird von Kâlanemi empfangen und an den See geführt, wo ihn eine grâhî erfasst. H. zerreisst sie aber mit seinen Nägeln, worauf sie als eine Apsarase in die Luft fährt und sagt, dass sie, Gandhakâlî, von einem Muni zu ihrem Los verflucht und jetzt davon befreit sei. Er kehrt dann in die Einsiedelei zurück, erkennt in dem scheinbaren Büsser einen Râkshasa und erlegt ihn im Zweikampf. 83. Als H. den Gandhamâdana besteigt, stellen sich die Gandharva, die Unterthanen von Hâhâ und Hûhû, ihm entgegen. Er macht sie alle, 3 Milliarden an Zahl, nieder. Dann reisst er den Gipfel des Berges aus und bringt ihn nach Lankâ. Susheṇa findet das Kraut und heilt damit Lakshmaṇa. 84. Hanumat bringt den Berg zurück und tötet unterwegs die ihm von Râvaṇa nachgesandten Râkshasa: nur Tâlajangha entkommt.]

Cites (3)